Mo, 21. Mai 2018

Kind unter Opfern

02.01.2014 15:42

Polen: Betrunkener rast in Fußgänger - sechs Tote

Ein betrunkener Autofahrer ist im Nordwesten Polens am Neujahrstag in eine Fußgängergruppe gerast und hat sechs Menschen getötet, darunter ein Kind. Wie die örtliche Polizei mitteilte, verlor der 26-Jährige (drittes kleines Bild) in einem Wohnviertel der Stadt Kamien Pomorski in einer Kurve bei hoher Geschwindigkeit die Kontrolle über sein Fahrzeug.

Unter den fünf Toten sind ein Polizist, seine Frau und ein neunjähriger Sohn des Paares. Die beiden anderen Kinder der Familie wurden zum Teil lebensgefährlich verletzt. Die Familie war am Nachmittag mit drei Bekannten zu Fuß in der Innenstadt von Kamien Pomorski unterwegs, als der Betrunkene mit seinem Wagen in die Fußgängergruppe raste.

Die Opfer seien bei dem Unfall mehrere Meter durch die Luft geschleudert worden. Fünf Menschen waren demnach sofort tot, ein weiteres Opfer starb später im Krankenhaus.

Tests ergaben, dass der Autofahrer zum Unfallzeitpunkt etwa 1,9 Promille Alkohol im Atem hatte. Für die Polizei ist der 26-Jährige kein Unbekannter: Bereits mit 19 Jahren saß er alkoholisiert hinter dem Steuer, 2006 war sein Führerschein wegen Trunkenheit am Steuer für ein Jahr eingezogen worden. Ihm droht nun eine Haftstrafe von bis zu zwölf Jahren.

Debatte über schärfere Strafen für Alkohol am Steuer
Der tödliche Unfall löste eine Debatte über Strafverschärfungen für Alkohol am Steuer aus. Ministerpräsident Donald Tusk traf sich am Donnerstagnachmittag mit dem Justiz- und dem Innenminister, um das Vorgehen für mehr Sicherheit im Straßenverkehr zu diskutieren. Innenminister Bartlomiej Sienkiewicz klagte über die Einstellung vieler Polen zu Alkohol am Steuer. "Das Problem mit betrunkenen Autofahrern ist, dass es viel gesellschaftliche Zustimmung zu diesem Verhalten gibt", sagte er im Rundfunksender TOK FM.

Selbst Autofahrer, denen nach einer Alkoholfahrt der Führerschein entzogen werde, würden oft rückfällig. Eine Strafverschärfung hat nach Ansicht des Ministers nur wenig Sinn: "Der Schlüssel ist das Verhalten der Menschen. Verantwortung ist nötig."

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