Mo, 11. Dezember 2017

Streit um Olympia

01.01.2014 19:16

Sotschi-Reise: Glawischnig attackiert Kanzler

Mit Empörung hat Grünen-Chefin Eva Glawischnig am Mittwoch auf die Entscheidung von Bundeskanzler Werner Faymann reagiert, an der Eröffnung der Olympischen Winterspiele in Sotschi in Russland teilzunehmen. "Welches Bild von Österreich soll die Welt haben?", sorgte sich Glawischnig in einer Aussendung. SPÖ-Bundesgeschäftsführer Norbert Darabos verteidigte den Kanzler gegen die Kritik der Grünen.

Namhafte europäische Politiker hätten ihre Teilnahme teils aufgrund der Menschenrechtssituation in Russland abgesagt, erklärte die Grünen-Chefin. Auch US-Präsident Barack Obama verzichte auf eine Teilnahme. "Mir ist völlig unverständlich, warum sich die österreichische Bundesregierung dem Boykott nicht anschließt?", schoss sich Glawischnig auf Faymann und Co. ein.

Argumente des Kanzlers "fadenscheinig"
Sie bezeichnete das Argument des Kanzlers, es ginge um die Unterstützung der österreichischen Sportler bei den Olympischen Winterspielen in Sotschi "als fadenscheinig". Glawischnigs Meinung nach, würden es viele "SportlerInnen begrüßen, wenn von politischer Seite ein klares Zeichen gegen die besorgniserregende Lage in Russland gesetzt würde". Die Grünen-Chefin appellierte an Faymann: "Überdenken Sie Ihre Entscheidung. Setzen Sie ein Zeichen im Namen der ÖsterreicherInnen."

Darabos: "Fernbleiben wäre der falsche Weg"
"Ein Fernbleiben der Bundesregierung wäre der falsche Weg", wies SPÖ-Bundesgeschäftsführer Darabos die Kritik der Grünen an Kanzler Faymann umgehend zurück. Das bedeute aber nicht, dass "Österreich an seiner Wertehaltung im Zusammenhang mit Menschenrechtsverletzungen rüttelt". Mit der Abwesenheit bei den Spielen lasse sich "gar nichts demonstrieren". Es gehe um die Unterstützung der österreichischen Sportler.

Fischer: "Es wird definitv keinen Boykott von Sotschi geben"
Angesprochen auf die Pläne mehrerer Staats- und Regierungschefs, die Olympischen Winterspiele in Sotschi zu boykottieren, hatte auch Bundespräsident Heinz Fischer zuletzt gemeint: "Ich halte nichts von einem politischen Boykott. Wir haben mit Russland korrekte und seriöse Beziehungen. Ich glaube, dass man mit anderen Mitteln und Argumenten dem Anliegen der Menschenrechte besser dienen kann." Es werde definitiv keinen Boykott geben, hatte das österreichische Staatsoberhaupt in der Weihnachtswoche versichert.

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