Di, 12. Dezember 2017

"WoW" geplündert

31.12.2013 11:26

Haft für Chinesen wegen virtuellen Diebstahls

Wegen des Diebstahls virtuellen Goldes im Online-Rollenspiel "World of Warcraft" ist eine Gruppe von zehn Männern in China zu teils hohen Haft- und Geldstrafen verurteilt worden. China reagiert damit auf die zunehmende Problematik wachsender Internetkriminalität.

Wie die Website "Russia Today" unter Berufung auf chinesische Medien berichtet, wurde der Kopf der Cyber-Bande zu zwei Jahren Haft sowie einer Geldstrafe von umgerechnet rund 5.800 Euro verurteilt. Seine Komplizen kamen mit Strafen von jeweils knapp unter zwei Jahren und umgerechnet rund 725 Euro glimpflicher davon.

Die Männer hatten sich dem Bericht nach auf dem Online-Schwarzmarkt die Zugangsdaten von 11.500 Spielern des Rollenspiels verschafft. Pro "World of Warcraft"-Konto zahlten sie demnach einen US-Dollar, umgerechnet rund 72 Euro-Cent.

Mit den Zugangsdaten gelangten sie schließlich neben virtuell erbeutetem Gold auch an Ausrüstungsgegenstände, die sie verkauften. Das gesamte Gold wurde dann mit anderen "WoW"-Spielern gegen echtes Geld gehandelt.

Auf diese Weise machten die Täter einen Gewinn von knapp 11.000 Dollar (fast 8.000 Euro). Erfreuen können sie sich daran allerdings nicht: Sowohl das Geld als auch die Rechner der Männer wurden von den Behörden beschlagnahmt.

Die harten Urteile gegen die Täter kommen laut "Russia Today" nicht von ungefähr. Tagtäglich fielen in China rund 700.000 Chinesen der Internetkriminalität zum Opfer.

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