Fr, 15. Dezember 2017

Wegen Islam

30.12.2013 11:19

Somalia: Weihnachten durfte nicht gefeiert werden

In der ostafrikanischen Republik Somalia waren heuer erstmals Weihnachtsfeiern aller Art offiziell verboten. Das Verbot wurde von Funktionären der vom Westen unterstützten offiziellen Regierung des afrikanischen Staates ausgesprochen, wie die katholische Nachrichtenagentur "Zenit" berichtete.

Die Sicherheitsbehörden seien angewiesen worden, Weihnachtsfeiern aller Art zu verhindern, erklärte Scheich Mohammed Khayrow Aden vom Justiz- und Religionsministerium in der Hauptstadt Mogadischu. Solche Feiern seien in Somalia wegen des islamischen Glaubens verboten. Die Anordnung des Ministeriums sei auch allen Hotels und Gastronomiebetrieben in Mogadischu übermittelt worden.

Noch unter dem autoritären Regime von Siad Barre hatte es in Somalia eine katholische Kirchenstruktur gegeben. Am 9. Juli 1989 wurde der Bischof von Mogadischu, Pietro Salvatore Colombo, vor dem Portal der Kathedrale erschossen. In den folgenden Jahren wurden mehrere Priester und Ordensleute sowie rund 50 Laien - zumeist Italo-Somalier aus gemischten Ehen - ermordet. Die Kathedrale von Mogadischu wurde 1991 geplündert und 2008 von Islamisten dem Erdboden gleichgemacht. Auch Friedhöfe wurden nicht verschont.

Das Begräbnis von Bischof Colombo in der Kathedrale hatte am 15. Juli 1989 geheim in der Nacht durchgeführt werden müssen. Beim Islamisten-Überfall zwei Jahre später wurde die Bischofsgruft aufgerissen, die Überreste der beigesetzten Bischöfe wurden von den Extremisten verstreut. Erst 1993 konnte der Bischof von Dschibuti, Giorgio Bertin, mit Hilfe von italienischen Fallschirmjägern der internationalen Friedenstruppe einige Leichenteile der verstorbenen Bischöfe sicherstellen und nach Italien überführen.

Der Mord an Bischof Colombo signalisierte den Zerfall des somalischen Staates und den Aufstieg der Islamisten in dem afrikanischen Land. Täter und Auftraggeber sind bis heute unbekannt.

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