Mo, 28. Mai 2018

Starke Schneefälle

30.12.2013 13:01

Schiff im Eis eingeschlossen: Rettung gescheitert

Die geplante Rettung von 74 im Eis der Antarktis eingeschlossenen Expeditionsteilnehmern ist vorerst gescheitert. Der Eisbrecher "Aurora Australis", der sich einen Weg zu dem Forschungsschiff "MV Akademik Shokalskiy" hätte bahnen sollen, musste am Montag aufgeben. Auch eine Rettung per Hubschrauber war angesichts der schlechten Sicht bislang nicht möglich.

Der australische Eisbrecher kam am Montag nur bis auf etwa 18 Kilometer an das Forschungsschiff heran. Eisige Winde mit einer Geschwindigkeit von bis zu 30 Knoten und starker Schneefall zwangen ihn jedoch am Nachmittag zur Umkehr, wie die australische Schifffahrtsbehörde AMSA mitteilte.

Bei schlechter Sicht sei eine Weiterfahrt zu gefährlich geworden. Deshalb bewege sich die "Aurora Australis" jetzt zunächst wieder zurück in Richtung offenes Meer. Ein neuer Rettungsversuch sei geplant, sobald sich das Wetter bessere. Das australische Spezialschiff kann bis zu 1,60 Meter dicke Eisschichten durchbrechen, die "Akademik Shokalskiy" steckt aber in rund drei Meter dickem Packeis fest.

Gute Stimmung, genug Vorräte
Bereits am Freitag war der chinesische Eisbrecher "Schneedrache" mit einem Rettungseinsatz gescheitert. Auch eine Hubschrauberrettung der Expeditionsteilnehmer sei unter den Wetterbedingungen derzeit nicht möglich, hieß es seitens der Schifffahrtsbehörde. Doch die Menschen an Bord seien nicht in Gefahr, die Stimmung sei gut und die Vorräte reichten für Wochen.

Einer der Expeditionsleiter, Chris Turney, erklärte über Skype, die mit ihm feststeckenden Menschen an Bord des Forschungsschiffs seien guter Dinge. "In der Antarktis sind die Bedingungen so extrem, dass man nie Vorhersagen machen kann. Aber wir sind immer hoffnungsvoll", sagte Turney, Professor für Klimawandel an der Universität New South Wales in Sydney.

Schiff steckt seit Weihnachten im Packeis fest
Das Forschungsschiff war am 1. Weihnachtstag auf dem Rückweg nach Neuseeland 2.800 Kilometer südlich von Tasmaniens Hauptstadt Hobart plötzlich vom Eis eingeschlossen worden. An Bord sind neben Wissenschaftlern auch 26 Touristen. Die Expedition folgt einer Route, die Antarktis-Pionier Douglas Mawson vor einem Jahrhundert entdeckt hatte.

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