Di, 17. Oktober 2017

Ärzte "sehr besorgt"

30.12.2013 22:26

Schumacher: Lage weiter „außerordentlich ernst“

Michael Schumacher schwebt weiter in Lebensgefahr. Der siebenfache Formel-1-Champion liegt nach seinem schweren Skiunfall in den französischen Alpen nach wie vor im künstlichen Tiefschlaf. "Die Situation ist außerordentlich ernst, wir sind alle sehr besorgt", erklärten die behandelnden Ärzte am Montag bei einer Pressekonferenz in der Universitätsklinik Grenoble (siehe Chronologie in der Infobox).

Der 44-jährige Schumacher habe bei dem Unfall "diffuse Verletzungen", vor allem "schwere innere Blutergüsse" erlitten, erklärte Jean Francois Payen, der Leiter der Anästhesie an der Universitätsklinik. Bis auf Weiteres werde Schumacher im Koma bleiben, damit das Gehirn nicht zusätzlichen Sauerstoff benötige. Außerdem wird er weiterhin medikamentös behandelt.

Noch keine Prognose möglich
"Wir wissen, was zu tun ist", sagte Peyan. Und: "Wir tun alles, was in unserer Macht steht." Für eine Prognose sei es aber viel zu früh. Die Ärzte konnten nur immer wieder betonen, dass Schumachers Gesundheitszustand sehr kritisch sei und sich in jede Richtung entwickeln könne. Nur so viel: Sollte Schumacher überleben, seien bleibende Schäden nicht auszuschließen. "Der Aufprall muss sehr, sehr heftig gewesen sein", sagten die Ärzte. "Ohne Helm hätte Schumacher mit Sicherheit nicht überlebt."

Mit Kopf gegen Felsen
Schumacher war am Sonntagvormittag um kurz nach 11 Uhr im Skigebiet Meribel zwischen zwei Pisten zu Sturz gekommen. Der Rekordweltmeister, der seine Karriere im Vorjahr beendet hatte, prallte mit dem Kopf gegen einen Felsen. Schumacher trug zwar einen Helm, erlitt aber dennoch schwere Kopfverletzungen. Laut der Online-Ausgabe der deutschen "Bild" zerbrach Schumachers Helm durch die Wucht des Aufpralls. Das Medium zitierte einen Retter mit den Worten: "Als wir zur Unfallstelle kamen, war sein Helm gespalten."

Video soll Abtransport Schumachers zeigen
Der Ex-Rennfahrer wurde zuerst per Helikopter in ein Spital in Albertville-Moutiers gebracht und von dort aus nach Grenoble verlegt. In den Abendstunden des Montags tauchte auf der Website des französischen Privatsenders BFMTV ein Video auf, das offenbar den Abtransport Schumachers wenige Minuten nach seinem Unfall zeigt.

Vertrauensarzt reiste umgehend nach Grenoble
"Bei seiner Ankunft laborierte er an einem schweren Schädel-Hirn-Trauma mit Koma, das einen sofortigen neurochirurgischen Eingriff notwendig gemacht hat", gab die Universitätsklinik von Grenoble schon am späten Sonntagabend bekannt. Auch Schumachers Pariser Vertrauensarzt Gerard Saillant wurde beigezogen. Der frühere Unfallchirurg, der Schumacher nach seinem schwersten F1-Crash 1999 in Silverstone operiert hat, ist inzwischen auf Neurologie spezialisiert.

Nach stundenlangem Bangen um den Gesundheitszustand der Rennsportlegende hatte die Sorge am Sonntagabend dramatische Züge angenommen. Der französische TV-Sender BFMTV berichtete, dass Schumacher auch eine Hirnblutung erlitten habe. Unmittelbar nach seinem Sturz soll der Ex-Pilot dagegen noch ansprechbar und bei Bewusstsein gewesen sein. Die Ersthelfer waren in wenigen Minuten an der Unfallstelle eingetroffen.

Vor dem Krankenhaus in Grenoble wurden Absperrungen errichtet. Noch am Abend versammelten sich davor zahlreiche Formel-1-Fans mit Ferrari-Emblemen. Seine größten Erfolge hatte Schumacher für das italienische Traditionsteam gefeiert.

Der erfolgreichste Rennfahrer der Geschichte
Schumacher ist mit sieben WM-Titeln und 91 GP-Siegen der erfolgreichste Rennfahrer der Geschichte. Nach einem dreijährigen Comeback bei Mercedes hat er seine Karriere im Vorjahr endgültig beendet. Der Unfall in den Bergen ist nicht der erste, den Schumacher bei einer Freizeitaktivität hinter sich hat. 2009 zog er sich bei einem Motorradsturz in Spanien unter anderem Brüche im Bereich der Schädelbasis und der Halswirbelsäule zu.

Schumachers Sohn bei Unfall dabei
Privat lebt Schumacher mit seiner Frau und seinen Kindern in der Schweiz. Sein 14-jähriger Sohn Mick soll ihn laut französischen Medienberichten beim Skifahren begleitet haben. Schumachers Managerin Sabine Kehm bestätigte, dass der Rekordweltmeister bei seinem Unfall nicht alleine unterwegs war. Andere Personen seien allerdings nicht zu Schaden gekommen.

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