Mo, 20. November 2017

Serie von 22 Fällen

30.12.2013 11:16

NÖ: Junger Feuerwehrmann als Brandstifter entlarvt

Seit dem Sommer hat eine unheimliche Brandserie mit 22 Fällen die Bewohner der Donaugemeinde Hainburg in Niederösterreich in Angst und Schrecken versetzt. Nachdem am Samstagabend sogar im Feuerwehrhaus selbst Flammen loderten, wurde nun ein Verdächtiger gefasst. Bei dem mutmaßlichen Brandstifter handelt es sich ausgerechnet um einen jungen Feuerwehrmann. Er habe bereits sechs Brandstiftungen zugegeben, hieß es am Montag seitens der Polizei.

Floriani-Kommandant Christian Edlinger (kl. Bild) hatte am Samstagabend in der Einsatzzentrale noch etwas mit dem Kassier zu tun, als die beiden Männer plötzlich beißenden Brandgeruch wahrnahmen. "Wir sind sofort runter in die Fahrzeughalle und haben leichte Rauchschwaden gesehen. Als wird dann den Lagerraum öffneten, schlugen uns schon Flammen entgegen. Nicht auszudenken, was hätte passieren können, wenn wir nicht da gewesen wären", so Edlinger.

Nach dem 22. seit Juli registrierten Fall von Brandstiftung in der beschaulichen Donaugemeinde befindet sich nun ein Verdächtiger in Haft. Umfangreiche Erhebungen hätten die Beamten zu ihm geführt, so Erich Rosenbaum vom Landeskriminalamt. Bei dem Mann handelt es sich um einen Einheimischen - und er ist selbst Feuerwehrmann. Der Verdächtige habe Grillanzünder oder Benzin verwendet, um die Brände zu entfachen.

"Wollte auf Probleme aufmerksam machen"
Die jüngste Zündelei im Feuerwehrhaus gab der Verdächtige sofort zu. Noch am Sonntagabend gestand er im Verlauf der Einvernahme fünf weitere Brandstiftungen. Dass ihm auch der Rest der unheimlichen Serie - an praktisch allen Tatorten löschte er mit - angelastet wird, liegt nahe. Das angebliche Motiv des unter psychischen Problemen leidenden 22-Jährigen: "Ich wollte auf Probleme bei der Feuerwehr aufmerksam machen!" Er wurde in die Justizanstalt Korneuburg eingeliefert.

"Ich bin tief betroffen, dass der Verdächtige ein Feuerwehrkamerad ist", zeigte sich Edlinger schockiert. Die Taten verurteilte er "auf das Schärfste". Der Feuerwehrkommandant räumte aber ein, dass alle 22 betroffenen Objekte unbewohnt gewesen seien.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden