Di, 21. November 2017

Zahlreiche Einsätze

25.12.2013 14:06

Heftiger Föhnsturm fegte über Westen Österreichs

Heftiger Föhnsturm hat die Feuerwehren zwischen Heiligabend und Mittwochvormittag vor allem im Westen Österreichs in Atem gehalten. Die Rettungs- und Feuerwehrleitstelle (RFL) Vorarlberg verzeichnete über 40 Einsätze. Auch in Tirol mussten die Einsatzkräfte mehrmals ausrücken. Über Salzburgs Berge fegte der Föhn mit Sturmspitzen bis zu 150 km/h. In den Skigebieten herrscht erhöhte Lawinengefahr. Verletzt wurde niemand.

Der starke Sturm hatte in Partenen im Montafon in Vorarlberg gegen 23 Uhr einen Baum entwurzelt. Dieser stürzte auf eine Hochspannungsleitung - im gesamten Bergdorf kam es zu einem 15- minütigen Stromausfall. Techniker der Vorarlberger Illwerke erdeten die Hochspannungsleitung, danach konnte der Strom wieder eingeschaltet werden.

Bis Mittwoch, 7 Uhr, waren bei der RFL Vorarlberg 32 Schadensmeldungen aus allen Landesteilen eingegangen, bis 9 Uhr bereits weitere 14. Vor allem wegen umgestürzter Bäume, Gerüste oder herabgefallener Äste standen die Feuerwehren im Einsatz.

Straße in Vorarlberg durch Felssturz verschüttet
In Tschagguns im Montafon kam es am Mittwochmorgen zu einem Felssturz. Die Zelfenstraße wurde teils verschüttet, eine Pkw- Lenkerin konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen. Sie fuhr mit ihrem Wagen über die Steine, das Auto wurde dadurch beschädigt. Die Frau blieb unverletzt.

Die Lawinengefahr in Vorarlberg blieb für den ersten Weihnachtsfeiertag auf Stufe 2 - in höheren Lagen stellenweise erheblich, sonst überwiegend mäßig.

Hohe Lawinengefahr in Tirols Skitourengebieten
Auch in Tirol waren die Feuerwehren im Dauereinsatz. In der Nacht zum Christtag mussten zahlreiche Bäume entfernt werden, die Straßen verlegt hatten. Im Innsbrucker Stadtteil Arzl drohte zudem ein Baukran umzustürzen. Eine Straßensperre wurde daraufhin verhängt.

In den Skitourengebieten herrschten ungünstige Verhältnisse. Auf der fünfteiligen Gefahrenskala wurde Stufe 3 erreicht. Die Lawinengefahr oberhalb von 2.000 Metern bestand vor allem in Triebschneehängen und Kammlagen.

Salzburg: Wärmste Weihnachten seit dem Jahr 2000
Mit Sturmspitzen bis zu 150 km/h fegte der Föhn in der Nacht auf Mittwoch über Salzburgs Berge. Einige Skilifte wurden daraufhin wegen des starken Windes gesperrt. Die Feuerwehren mussten in Krimml und in Wald im Pinzgau beschädigte Dächer reparieren und umgestürzte Bäume von Straßen entfernen. In der Stadt Salzburg gab es die wärmsten Weihnachten seit dem Jahr 2000.

"Das klassische Weihnachtstauwetter ist punktgenau in der Stadt Salzburg gelandet. Am Heiligen Abend wurden 15,6 Grad plus gemessen. Heute am Vormittag hatte es 16,5 Grad. Seit dem Jahr 2000 war es aber nie so warm zu Weihnachten in der Stadt Salzburg, der Rekord lag bei 12,6 Grad", sagte Meteorologin Liliane Hofer von der ZAMG in Salzburg. Gegen Abend wurde der stürmische, warme Südwind schwächer. Bis Freitag erwarten Meteorlogen bis zu 30 Zentimeter Neuschnee.

Heftiger Niederschlag in Kärnten sorgte für Probleme
In Kärnten war der Föhnsturm mit Windspitzen in den Bergen von 70 bis 80 Kilometer pro Stunde im Vergleich zu den westlichen Bundesländern nicht sehr stark ausgeprägt. Hier bereitete hingegen der Niederschlag Probleme. Bis zu 40 Liter Regen pro Quadratmeter seien bis zum Nachmittag in den Karawanken gefallen.

"Da geht einiges in die Abflüsse hinein", so Gerhard Hohenwarter von der ZAMG. Die Böden seien nur oberflächlich angetaut und damit nicht in der Lage gewesen, das viele Wasser aufzunehmen. Am Mittwochnachmittag musste dann die Katschberg Bundesstraße zwischen Mühlbach und Katschberghöhe gesperrt werden. Durch den Sturm waren Bäume entwurzelt worden, die Straße wurde blockiert.

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