Sa, 18. November 2017

Bedingt ansprechbar

22.12.2013 14:00

Ute Bock nach schwerem Schlaganfall im Spital

Seit Jahrzehnten kämpft Ute Bock für Flüchtlinge und Asylwerber und deren Rechte - jetzt kämpft die 71-Jährige um ihr eigenes Leben. Seit einem schweren Schlaganfall in der Nacht auf Freitag liegt die gebürtige Linzerin auf der Neurologie eines Wiener Krankenhauses. Ihr Zustand ist laut dem Ute-Bock-Verein stabil, sie sei "bedingt ansprechbar". Auf Twitter bedankte sich das Flüchtlingsprojekt für die Genesungswünsche.

Einem Bewohner des Flüchtlingsheims in der Zohmanngasse sei aufgefallen, dass die 71-Jährige seit einiger Zeit nicht gesehen worden war, woraufhin sofort eine Suche eingeleitet worden sei, hieß es in einer Aussendung des Vereins der Flüchtlingshelferin am Sonntagnachmittag. Bock sei ansprechbar gefunden und von der Rettung ins Spital gebracht worden. Man bitte jedoch darum, ihre Privatsphäre zu respektieren.

Außerdem rief der Verein alle Unterstützer auf, das Ute-Bock-Projekt weiterhin zu unterstützen, damit man die Arbeit fortführen könne, denn gerade jetzt suchten dort besonders viele Menschen Zuflucht. Große Sorge herrscht vor allem unter den 16 Kindern in der Flüchtlingsunterkunft Zohmanngasse - mit ihnen wollte Bock den Heiligen Abend verbringen.

Krankenhaus: Folgeschäden noch nicht abschätzbar
Seitens des Wiener Krankenanstaltenverbundes hieß es, Bock sei "derzeit nicht in Lebensgefahr", die Situation aber nach wie vor "kritisch". Eventuelle Folgeschäden des Schlaganfalls seien noch nicht abschätzbar.

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