Mo, 11. Dezember 2017

Mittels Fotofalle

22.12.2013 08:00

Biologen stoßen in Brasilien auf neue Tapir-Art

Mithilfe von Fotofallen haben Zoologen im Westen Brasiliens eine neue Tapir-Art entdeckt. Das Tier war Indios schon bekannt, die Wissenschaft hatte es aber bislang nicht beschrieben. In Anlehnung an seinen Namen in der Paumari-Sprache, in der es "Arabo kabomani" bezeichnet wurde, tauften die Forscher die neue Art Tapirus kabomani.

Der Kabomani-Tapir gehört zu den größten Tieren des südamerikanischen Kontinents und ist seit über 100 Jahren der erste entdeckte Vertreter der Ordnung der Paarhufer. Das Tier ist etwa 130 Zentimeter lang, wiegt durchschnittlich 110 Kilogramm und ist damit etwas kleiner als die bis dato kleinste Tapier-Art, der Bergtapir, der zwischen 150 und 225 Kilogramm auf die Waage bringt.

Verglichen mit dem Flachlandtapir hat die neue Art kürzere Beine, einen etwas anders geformten Schädel und einen schwächer ausgeprägten Haarkamm auf dem Kopf und Rücken. Zudem ist das Fell des Kabomani-Tapirs - es hat eine dunkelgraue bis dunkelbraune Tönung - dunkler als beim Flachlandtapir.

Entdeckt wurde der Kabomani-Tapir von Paläontologen um Mario Cozzuol von der Universidade Federal de Minas Gerias in Wäldern und Grasflächen im Südwesten des Amazonasgebiet in Brasilien sowie im angrenzenden Kolumbien. Die einheimischen Stämme hätten schon lange vom Arabo kabomani (was übersetzt "kleiner schwarzer Tapir" bedeutet) berichtet, die Wissenschaft habe ihren Aussagen aber lange keine Bedeutung beigemessen - zu Unrecht, wie sich jetzt zeigte, sagt Cozzuol.

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