So, 17. Dezember 2017

Trafikraub in Wien

18.12.2013 17:00

Zeuge: "Der Wahnsinnige war nicht aufzuhalten"

Szenen wie im Actionfilm spielten sich Mittwoch früh auf der Mariahilfer Straße in Wien ab. Ein bislang unbekannter Mann überfiel, wie berichtet, zuerst eine Trafik in der Neubaugasse, schoss - wie sich später herausstellte, mit einer Gaspistole - auf der Flucht vor Augenzeugen, die ihn verfolgten, in die Luft und versteckte sich im Einkaufszentrum Gerngross.

"Als ich ihm hinterhergebrüllt habe, hat er plötzlich einen Schuss abgefeuert. Ich habe noch gesehen, wie ihn ein Mann auf dem Fahrrad verfolgt hat. Doch der Wahnsinnige war nicht aufzuhalten", berichtet Christbaumverkäufer Adolf Rausch (Bild) über die dramatischen Minuten.

Dass es sich "nur" um eine Gaspistole gehandelt hat, konnte die Polizei später anhand einer Patronenhülse feststellen, die an der Ecke Lindengasse/Zollergasse sichergestellt werden konnte.

Trafikantin: "Ich hatte solche Angst"
Christbaumverkäufer Rausch versuchte indes die schreiende Trafikantin Xiao Hua (Bild 2) zu beruhigen, als sie sich daran machte, den Bewaffneten auf eigene Faust zu verfolgen. "Ich wusste gar nicht, was ich da tat. Ich hatte solche Angst", schildert sie kurz nach dem Überfall gegenüber der "Krone". Der dunkel bekleidete Räuber habe nicht viel zu ihr gesagt: "'Geld her.' Das war alles."

Der Verdächtige bog auf seiner Flucht in die Tiefgarage des Kaufhauses Gerngross ab und gelangte von dort in die Verkaufsräume. Bis auf einen Supermarkt waren diese noch nicht geöffnet. Die WEGA rückte samt Hundestaffel an. Etage für Etage wurde durchsucht. Dutzende Beamte sperrten das Einsatzgebiet ab.

Videomaterial zeigt Täter mit gezogener Waffe
Doch der Trafikräuber war bereits in die U3-Station Neubaugasse gerannt und flüchtete von dort mit der U-Bahn in unbekannte Richtung. "Wir haben Videomaterial, das den Täter mit gezogener Waffe in der Tiefgarage zeigt. Kurz darauf taucht er auf den Kamerabildern der U-Bahn-Station auf", erklärt Polizeisprecher Thomas Keiblinger. Die Ermittlungen hat das Landeskriminalamt übernommen.

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