Mo, 11. Dezember 2017

Deutsche Studie:

17.12.2013 10:27

Jeder 20. Ausländer will sein eigener Chef sein

Nur jeder 20. in Deutschland lebende Ausländer möchte sein eigener Chef sein. Damit streben Migranten nicht häufiger als Männer und Frauen mit einem deutschen Pass nach beruflicher Selbstständigkeit. Allerdings hänge die Bereitschaft zur Gründung eines eigenen Unternehmens stark von der Herkunft der Migranten ab, geht aus einer Studie des deutschen Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung hervor.

Die Forscher berufen sich auf eine Umfrage unter 15.000 Migranten in den vergangenen dreieinhalb Jahren, die Daten seien von einem internationalen Forschungskonsortium erhoben worden.

Demnach entscheiden sich vor allem Zuwanderer aus den nördlichen und westlichen Anrainerstaaten Deutschlands häufiger als Bundesbürger für eine Existenz als Freiberufler oder freier Unternehmer. Bei Migranten aus Süd- und Osteuropa bewege sich der Anteil der Existenzgründer dagegen auf dem deutschen Durchschnittsniveau.

Als Motiv für den Weg in die berufliche Selbstständigkeit führen viele Migranten Probleme bei der Jobsuche an. Oft fehle es den Ausländern auch an den von deutschen Chefs geforderten schulischen Abschlüssen. Dagegen könnten sie als Selbstständige auch ohne Zeugnisse und Zertifikate ihre Fähigkeiten zu Geld machen, geben die Arbeitsmarktforscher zu bedenken.

Migranten seien zudem risikobereiter als deutsche Kollegen. Die Angst, als Selbstständiger zu scheitern, sei geringer als bei den meisten Bundesbürgern.

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