Sa, 16. Dezember 2017

Kroate fehlt bei WM

16.12.2013 19:24

Simunic: Zehn Spiele Sperre wegen Faschistengruß

Kroatiens Nationalmannschaft muss ohne Verteidiger-Routinier Josip Simunic in die WM 2014 gehen. Die FIFA verurteilte den 35-Jährigen am Montag wegen diskriminierender Äußerungen nach dem entscheidenden WM-Qualifikationsspiel gegen Island am 19. November zu einer Sperre von zehn Pflichtspielen sowie einer Geldstrafe von 30.000 Schweizer Franken, das sind rund 25.000 Euro.

Der 35-jährige Verteidiger hatte sich nach dem Heimspiel in Zagreb via Stadionmikrofon zum Gruß "Za Dom - Spremni!" ("Für die Heimat - Bereit!") hinreißen lassen, eine faschistische Parole aus dem Zweiten Weltkrieg.

Die FIFA-Disziplinarkommission kam zum Schluss, dass "dieser Gruß diskriminierend ist und die Würde einer Gruppe von Personen unter anderem in Bezug auf Rasse, Religion oder Herkunft verletzt" und somit ein "klarer Verstoß" gegen das FIFA-Disziplinarreglements vorliege.

Simunic darf während seiner Sperre auch nicht die entsprechenden Stadien betreten. Die kroatische Justiz hatte den gebürtigen Australier bereits kurz nach dem Vorfall zur aktuellen Höchststrafe von 3.200 Euro verurteilt.

Mandzukic fehlt im Eröffnungsspiel
Neben Simunic muss Kroatien bei der WM auch auf Stürmer Mario Mandzukic verzichten - jedoch nur im Eröffnungsspiel gegen Brasilien am 12. Juni 2014. Die FIFA-Disziplinarkommission belegte den kroatischen Torjäger nach seiner Roten Karte im Play-off-Spiel gegen Island mit der Mindestsperre von einem Spiel.

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