Mo, 11. Dezember 2017

Verdunkelungsgefahr

12.12.2013 10:31

Taboga bleibt in Graz in U-Haft

Die Untersuchungshaft über den ehemaligen SV-Grödig-Spieler Dominique Taboga ist am Donnerstag in Graz verlängert worden. Hansjörg Bacher von der Staatsanwaltschaft Graz erklärte, dass nach wie vor Verdunkelungsgefahr im Fall der Wettbetrugsaffäre bestehe und der Verdächtige deshalb zumindest ein weiteres Monat in U-Haft bleiben müsse. Ähnliches gilt für weitere inhaftierte Beschuldigte.

Taboga war gemeinsam mit drei weiteren der insgesamt sechs in U-Haft sitzenden Verdächtigen vergangene Woche nach Graz überstellt worden. Zwei Beschuldigte - darunter auch Ex-Teamspieler Sanel Kuljic - sollen in den kommenden Tagen in die steirische Landeshauptstadt kommen. Das Verfahren war von Salzburg nach Graz verlegt worden, da gegen einen der Beschuldigten bereits ein Strafverfahren in der Steiermark anhängig ist und ein sachlicher Zusammenhang besteht.

Auch die U-Haft über die drei anderen schon in Graz inhaftierten Verdächtigen wurde verlängert. Der Akt ist bereits bei der Staatsanwaltschaft eingelangt. Die zuständigen Juristen müssen diesen nun erst durcharbeiten sowie noch offene Polizeiberichte nach Kontenöffnungen und Hausdurchsuchungen abwarten, sagte Bacher. Erst Anfang 2014 könne daher entschieden werden, ob noch weitere Ermittlungen notwendig sind.

Insgesamt 46 Verdächtige
Laut Bacher gibt es im "Salzburger Verfahren" 32 Verdächtige, von denen eben sechs in U-Haft sind. Beim "Grazer Verfahren", das seit 2010 im Gefolge des deutschen Wettskandals läuft, werden 14 Beschuldigte gezählt, darunter auch aktive Spieler. Mit einer möglichen Anklage bei letzterem Verfahren wird Anfang 2014 gerechnet, doch die Entscheidung darüber könnte sich nun verzögern: "Wir wollen mögliche Erkenntnisse aus dem 'Salzburger Verfahren' im 'Grazer Verfahren' einflechten", erklärte der Sprecher der Staatsanwaltschaft.

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