Sa, 18. November 2017

Berthold zufrieden

08.12.2013 12:16

ÖSV-Speed-Herren schnell, aber weiter sieglos

In jedem der vier Rennen auf dem zweiten Platz, insgesamt sechs von zwölf möglichen Podestplätzen: Österreichs alpine Speed-Herren haben bei der Nordamerika-Tournee 2013 stark aufgezeigt. Nur mit dem ersehnten ersten Sieg seit fast einem Jahr hat es wieder nicht geklappt. Herrenchef Mathias Berthold war dennoch zufrieden. "Diese Bilanz zu kritisieren wäre Jammern auf hohem Niveau."

Klaus Kröll und Hannes Reichelt in den beiden Abfahrten von Lake Louise und Beaver Creek sowie Matthias Mayer und Otmar Striedinger in den beiden Super-Gs. Sie alle hatten sich an den vergangenen zwei Wochenenden jeweils nur einem noch schnelleren Fahrer geschlagen geben müssen. "Dabei hat es im letzten Super-G gleich zwei Mal nach Sieg ausgeschaut", beendete Berthold am Samstag das Speed-Kapitel 2013 in Beaver Creek mit leichtem Bedauern.

Berthold: "Irgendwann muss man mehr Gas geben"
Am Sonntag saßen die meisten ÖSV-Abfahrer im Flugzeug zurück nach Europa, wo es in zwei Wochen im Grödnertal zum Europa-Auftakt des Speed-Winters kommt. Aber auch zur Fortsetzung der beinharten Quali-Schiene, die in Colorado für etwas Aufregung gesorgt hatte. Diese "schärfere Linie" ergibt sich laut Berthold von selbst aus der aktuellen Situation. "Die hat sich verschärft durch den Kampf um die Startplätze", so der Chefcoach. Der Vorarlberger hatte schon im Sommer angedeutet, dass die Luft dünner wird. "Ich war mit neunten, fünften, sechsten Plätzen nicht mehr zufrieden, weil die Mannschaft wesentlich mehr Potenzial hat. Irgendwann muss man mehr Gas geben, damit das auch umgesetzt wird."

Deshalb hatte Berthold auch in Nordamerika immer wieder ein dementsprechendes Auftreten gefordert. "Das sind super Jungs. Sie trainieren fleißig und fahren gut. Aber hin und wieder hat das Risiko, um ganz vorne rein zu fahren, gefehlt." Für Berthold war Striedinger eine der Entdeckungen in Nordamerika. "Er ist eine Bomben-Tour gefahren. In der Beaver-Abfahrt hat ihn eigentlich nur das Wetter gestoppt. Er war wirklich gut", lobte Berthold. "Aber auch andere sind gut gefahren, haben sich aber nicht einmal qualifiziert."

"Jungs sind vor allem körperlich in einer guten Verfassung"
Hannes Reichelt hat am 29. Dezember 2012 in Bormio für den bisher letzten ÖSV-Abfahrtssieg gesorgt. Dass daraus kein einjähriges "Jubiläum" wird, kann nun auf der Grödener Saslong verhindert werden. "Die Jungs sind vor allem körperlich in einer guten Verfassung. Das war im Vorjahr am Ende der Nordamerika-Tour nicht der Fall", gab sich Berthold zuversichtlich. Siege könne man aber so oder so nicht erzwingen. "Wenn es sein soll, wird es sein. Und wir tun alles, damit es klappt", versprach Berthold. Außerdem: "Wenn wir im Februar 'das' Rennen gewinnen, ist völlig egal, wie viele wir vorher nicht gewonnen haben." Alles also nur eine Frage der Zeit? Berthold: "Ich hoffe es, die Anzeichen sind gut."

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