So, 20. Mai 2018

Budgetentlastung

05.12.2013 16:19

GB: Regierung will Pensionsalter auf 69 anheben

Nicht nur hierzulande ist das Thema Pensionen ein heißes Eisen: Um das Budget zu entlasten, will die britische Regierung das Pensionsalter langfristig auf 69 Jahre anheben. "Es ist eine dieser schwierigen Entscheidungen, die eine Regierung treffen muss, wenn sie ernsthaft die Staatsausgaben kontrollieren will", sagte Finanzminister George Osborne am Donnerstag in einer Rede zu Wirtschafts- und Budgetfragen.

Demnach soll das Pensionsantrittsalter der Briten zunächst bis Mitte der 2030er-Jahre von derzeit 65 auf 68 Jahre erhöht werden. Bisher sollte dies erst 2046 geschehen. Bis Ende der 2040er-Jahre soll das Antrittsalter schließlich bei 69 Jahren liegen.

500 Milliarden Pfund Einsparungen erwartet
Die Reform, die zu einer bereits 2011 angekündigten Pensionsreform hinzukommt, soll zusätzlich insgesamt 500 Milliarden Pfund (602 Milliarden Euro) einsparen. Der genaue Zeitplan zur Umsetzung soll später in Kenntnis der weiteren Entwicklung der Lebenserwartung festgelegt werden, hieß es am Donnerstag.

Die staatliche Pension in Großbritannien beträgt derzeit maximal 475 Pfund (570 Euro) im Monat, weshalb zahlreiche Angestellte zusätzlich eine private Pensionsversicherung haben. Wie Finanzminister Osborne mitteilte, soll die staatliche Pension ab kommendem April um 2,95 Pfund pro Woche erhöht werden.

Regierung hält an Sparkurs fest
Die britische Regierung hält trotz eines Wirtschaftsaufschwungs an ihrem Sparkurs fest. Die Wirtschaftspolitik der Koalition von Premierminister David Cameron zeige Erfolge, sagte Osborne am Donnerstag vor dem Parlament. "Noch ist aber die Arbeit nicht erledigt." Die Regierung hob ihre Wachstumsprognose so stark an wie seit mehr als einem Jahrzehnt nicht mehr.

Großbritannien schafft nach der jüngsten Regierungsprognose ein deutlich stärkeres Wachstum als die meisten Länder der Euro-Zone. Anders als bei vielen wichtigen Handelspartnern ist die Wirtschaftsleistung in dem Inselstaat aber immer noch geringer als vor Ausbruch der weltweiten Finanzkrise 2008.

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