Mo, 28. Mai 2018

Finanzielles Risiko

05.12.2013 12:42

Französische Zentralbank warnt vor Bitcoin

Die französische Zentralbank warnt vor der digitalen Währung Bitcoin. Das Internetgeld sei "hoch spekulativ" und stelle ein "finanzielles Risiko" für Verbraucher dar, erklärte das Geldinstitut am Donnerstag in Paris. So basiere der Bitcoin auf keiner realwirtschaftlichen Aktivität und habe einen sehr stark schwankenden Wechselkurs. Niemand garantiere die Umwandlung des Bitcoins in eine reale Währung. Zudem könnten Hacker Bitcoin-Konten plündern. In China wurden den Finanzinstituten des Landes Transaktionen mit der virtuellen Währung kurzerhand verboten.

Das virtuelle Geld sei kein Zahlungsmittel "im eigentlichen Sinne" und habe daher nicht den Stellenwert anderer Währungen, teilte Chinas Zentralbank in Peking mit. Allerdings sei es der Bevölkerung in China weiter freigestellt, im Internet den Bitcoin zu nutzen. Dies geschehe auf eigene Gefahr. Erst vor Kurzem hatte die Europäische Zentralbank gewarnt, dass Digitalwährungen "von Natur aus" zu Instabilität tendierten.

Der Bitcoin war 2009 als Antwort auf die internationale Finanzkrise erfunden worden. Als Urheber des Konzepts gilt der Legende nach ein gewisser Satoshi Nakamoto. Wer sich genau dahinter verbirgt, ist ein Mysterium. Seine Idee: eine von Staaten, Zentralbanken und anderen Finanzinstituten unabhängige Währung zu schaffen.

Nutzer können Bitcoins zu diesem Zweck selbst am Computer erstellen, indem mit hoher Rechnerleistung hochkomplexe mathematische Formeln gelöst werden. Das Verfahren heißt im Fachjargon "Mining" (Schürfen). Die Produktion soll 2033 bei 21 Millionen Bitcoins eingestellt werden. Bis jetzt sind rund zwölf Millionen im Umlauf. Die gezielte Verknappung der Geldmenge ist vom früheren Goldstandard inspiriert und soll vor Inflation schützen.

Experten warnen aber vor Sicherheitslücken. Immer wieder werden Bitcoin-Börsen gehackt und geplündert. Durch diese Risiken und den bis jetzt wenig liquiden Markt können starke Kursausschläge entstehen.

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