Sa, 26. Mai 2018

35 Jahre nach Tat

03.12.2013 09:25

Räuber entschuldigt sich via Facebook bei Opfer

Über 35 Jahre nach einer jugendlichen Straftat hat sich ein damaliger Räuber bei seinem Opfer entschuldigt, nachdem er zufällig auf Facebook über dessen Namen gestolpert war. Die Geschichte von Reue und Vergebung sorgt inzwischen international für Schlagzeilen.

Michael Goodman hatte in den 1970er-Jahren den Bus-Ausweis von Claude Soffel geraubt – und deswegen bis zuletzt ein schlechtes Gewissen gehabt. Als Goodman dann vor zwei Wochen in einem Facebook-Kommentar zur Schließung eines Bagel-Shops in New York über den ihm vertrauten Namen Soffels stolperte, nutzte der heute 53-Jährige die Gelegenheit, um sich bei seinem früheren Opfer für die Jugendsünde zu entschuldigen.

In einem Kommentar auf Facebook schrieb er: "Sie werden sich vielleicht nicht erinnern (1976 oder 1977), aber vor langer, langer Zeit bin ich eines Nachmittags auf den Stufen des Naturhistorischen Museums auf Sie zugegangen und habe Ihnen Ihren Bus-Ausweis geraubt. Endlich kann ich Ihnen sagen, dass mir sehr leidtut, was Sie an diesem Tag durchmachen mussten. Ich wünschte, all dies wäre niemals passiert."

Die Antwort Soffels ließ nicht lange auf sich warten. Binnen weniger Stunden antwortete der 52-Jährige: "Michael Goodman, Sie sind heute ein deutlich 'größerer Mann'. Wow. Ich erinnere mich jetzt wieder an Sie. Also, Entschuldigung akzeptiert. Aber jetzt lassen Sie uns diesen Vorfall gemeinsam an der richtigen Stelle lassen, nämlich hinter uns."

Goodman zeigte sich erleichtert. "Mir fiel eine sehr schwere Last von den Schultern", schilderte er der "New York Post". Er habe Soffels damals überfallen, um einen Klassenkameraden zu beeindrucken. Unmittelbar nach der Tat sei er von einem Polizisten verhaftet und zu drei Wochen gemeinnütziger Arbeit verurteilt worden. Die letzten 20 Jahre habe er damit verbracht, die Schuld mit guten Taten zu begleichen. Er habe sich riesig gefreut, sich endlich persönlich für den Vorfall entschuldigen zu können.

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