So, 19. November 2017

Alarm in Kärnten

03.12.2013 08:41

Viele Missstände warten auf Tierschutzombudsfrau

Vertreter von Tierheimen und Tierschutzvereinen in Kärnten schlagen Alarm. Die Zahl der vernachlässigten Tiere nehme deutlich zu, das Tierleid werde immer größer. Auf die neue Tierschutzombudsfrau Jutta Wagner, die am Dienstag im Rahmen der Regierungssitzung endlich vorgestellt wird, warten also eine Menge Aufgaben.

Dr. Jutta Wagner heißt die neue Expertin, die sich mit Fragen des Tierschutzes in Kärnten beschäftigen wird. Monatelang hatten Tierschutzvereine keinen richtigen Ansprechpartner. Dabei gäbe es so viel zu tun. Denn der Umgang mit Tieren wird offenbar immer sorgloser, ja sogar brutal.

Immer noch Hunde an der Kette
So wurden Mitarbeiter von "Tierschutz Aktiv" vor einigen Tagen nach Launsdorf gerufen: "Eine Mieterin hat ihren Umzugswagen beladen und vor der Abfahrt ihre Katze einfach vom Balkon geworfen. Besorgte Anrainer haben uns verständigt." Ganz schlimm sei auch, dass es noch immer Kettenhunde gebe. "Wir haben im Lavanttal gleich drei Kettenhunde auf einer Strecke von einem Kilometer gesehen. Ein Hund hat nicht einmal eine wetterfeste Hütte", erzählt Martina von "Tierschutz Aktiv": "Da wird die Tierschutzombudsfrau bald ansetzen müssen!"

Auch Katzenelend großes Problem
Schreckliches weiß auch Ursula Visconti vom Tierheim "Garten Eden" zu berichten: "Ein Mann wollte seinen Hund bei der Tierkörperentsorgung abgeben. Dabei war das Tier noch am Leben. Ein TKE-Mitarbeiter hat es schließlich zu uns gebracht. Die Schäferhündin war nur noch Haut und Knochen." Ganz schlimm sei das Katzenelend, denn es würden noch immer viel zu wenig Kastrationen durchgeführt, vor allem bei den Streunern. Hunderte Katzen warten in den Tierschutzhäusern auf Plätze.

Allein "Tierschutz Aktiv" hat seit Mai bereits 82 Katzen übernehmen müssen, im Tierheim "Garten Eden" werden jede Woche zwei bis vier Katzen in der Tierklappe abgelegt, und im Tiko Klagenfurt befinden sich 265 Samtpfötchen.

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