Mi, 23. Mai 2018

Sektenthese erhärtet

02.12.2013 12:38

Londoner "Sklavin" bedauert laut Schwester nichts

Jahrzehntelange Sklaverei mitten in London oder eine Kommune, die aus den Fugen geraten ist? Darüber rätselt Großbritannien, seit drei Frauen Ende Oktober aus der Hand eines älteren Ehepaares freigekommen sind. Die Schwester (rechts im Bild) einer der festgehaltenen Frauen sagte am Montag, es sei "unmöglich", dass die 69-jährige Malaysierin versklavt und geschlagen worden sei. Sie habe ihre Schwester besucht und diese scheine körperlich und geistig gesund zu sein.

Die 69-Jährige habe versprochen, mit ihrer Schwester nach Malaysia zurückzukommen, sobald die Ermittlungen abgeschlossen seien. Sie habe keinerlei Bedauern geäußert, mit dem 73-jährigen Inder und dessen 67-jähriger Frau aus Tansania so lange zusammengelebt zu haben, und stehe offenbar immer noch "unter dem hypnotischen Einfluss dieses Mannes", so die Schwester gegenüber der Nachrichtenagentur AFP.

Malaysierin und Irin sollen Mao-Aktivistinnen gewesen sein
Damit wird die ursprüngliche Darstellung, wonach das Ehepaar die Malaysierin und zwei weitere Frauen seit den 1970er-Jahren in Sklaverei gehalten hätten, weiter in Zweifel gezogen. Nach derzeitigen Erkenntnissen gehen die Ermittler von einer Art maoistischer Sekte aus. Die Malaysierin und eine heute 57-jährigen Irin sollen Aktivistinnen gewesen sein, die zumindest anfangs freiwillig mit dem Inder zusammengezogen waren. Dieser hatte später mit der Irin eine Tochter, die inzwischen 30 Jahre alt ist.

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