Di, 21. November 2017

Bei lebendigem Leib

29.11.2013 12:20

Mafiaboss „verfütterte“ Rivalen an Schweine

Ein brutaler Mord macht in Italien Schlagzeilen: Laut Polizei haben Mitglieder der 'Ndrangheta-Mafia einen Rivalen mit Eisenstöcken verprügelt und anschließend bei lebendigem Leib an Schweine "verfüttert". Ans Licht gekommen ist die Untat durch eine Abhöraktion, aufgrund derer nun 20 Mafiosi inklusive ihres Bosses hinter Gittern sitzen.

Simone Pepe war den Abhörprotokollen der Polizei zufolge der Chef des Mazzagatti-Clans der 'Ndrangheta, die als besonders gewalttätig, mächtig und reich gilt, in Oppido Mamertina an der Südspitze der italienischen Halbinsel. Ihm werden mindestens vier Morde allein innerhalb von 24 Stunden zur Last gelegt.

Der wohl brutalste dürfte jener am Rivalen Francesco Raccosta gewesen sein, der im März 2012 mit seinem Kollegen Carmine Putrino verschwand - auch dieser ist seither nicht mehr aufgetaucht. Die Polizei vermutet daher, Putrino könnte ebenfalls an Schweine verfüttert worden sein.

"Mamma mia, konnte der schreien"
Als sicher gilt dies jedenfalls bei Raccosta, über dessen Tod Pepe am Telefon einem anderen Mafiosi berichtete. "Es war so befriedigend, ihn schreien zu hören... Mamma mia, konnte der schreien", so Pepe über Raccostas Tod. Die Schweine hätten den Rivalen komplett aufgefressen: "Die Leute sagen, dass sie (Schweine; Anm.) manchmal etwas übriglassen. Am Ende war nichts übrig. Diese Schweine konnten auf jeden Fall essen", erklärte Pepe. Dass Raccosta um sein Leben flehte, habe seinen Mörder kaltgelassen, so die Polizei.

Pepe und 19 weitere Mafiosi wurden diese Woche festgenommen, dabei wurden auch mehrere Millionen Euro und Grundstücke in Oppido Mamertina und in Rom konfisziert. Pepe habe die vier Morde bereits gestanden, berichtet die Polizei - es habe sich um Racheakte für den Mord an seinem Chef Domenico Bonarrigo gehandelt.

Mafioso wollte Respekt
Dass nun Ruhe einkehrt, ist nicht zu erwarten. "Diese Fehde gibt es seit den 1950ern und sie hat zahllose Leben gekostet, darunter ein neunjähriges Mädchen, die im Wagen ihres Großvaters saß", so ein Sprecher der Polizei. "Pepe war besonders brutal, und durch das Verfüttern seines Opfers an Schweine dachte er, er würde den Respekt anderer Rivalen sowie Krimineller seines eigenen Clans ernten."

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