Do, 14. Dezember 2017

"Erbärmlich"

29.11.2013 10:06

Jackson-Arzt Murray kriegt Maulkorb verpasst

Die Nachlassverwalter des 2009 verstorbenen Michael Jackson drohen mit einer Unterlassungsklage, sollte Dr. Conrad Murray nicht sofort aufhören, gegenüber der Presse intime Details über den "King of Pop" auszuplaudern.

Murray, der am 28. Oktober nach fast zwei Jahren aus dem Gefängnis in Los Angeles entlassen wurde, lässt derzeit keine Gelegenheit aus, in Interviews zu betonen, wie nah er Jackson gestanden habe. Anwalt Howard Weitzman hat sich diesbezüglich nun mit einem Brief an den Herzspezialisten gewandt und ihn als "erbärmlich" bezeichnet, weil er Interviews gebe, aber in seinem eigenen Prozess nicht vor Gericht habe aussagen wollen.

"Aussagen sind beschämend"
Laut der Internetseite "RadarOnline" schreibt Weitzman in dem Brief: "Die Aussagen, die Sie in Interviews über die Behandlung und den Tod von Michael Jackson gemacht haben, sind beschämend und verletzen die professionelle Beziehung, die sie zu ihrem früheren Patienten laut dem kalifornischen Gesetz haben sollten. All diese Dinge, über die sie in Interviews gesprochen haben - die Gesundheit, das Privatleben von Michael Jackson und die Geschichten über seine Behandlungsmethoden -, all das haben sie gesagt, um ihn als 'Freund' darzustellen. Aber genau diese sehr persönlichen Informationen sollten durch das Vertrauensverhältnis zwischen Arzt und Patient geschützt werden."

In dem Brief der Jackson-Nachlassverwalter ist ebenfalls eine Drohung enthalten: Sollte Murray nicht sofort aufhören, in Interviews private Details auszuplaudern, werde man ihn verklagen und dafür kämpfen, dass er seine Lizenz als Arzt niemals zurückbekomme. In einem kürzlich veröffentlichten Interview hatte der wegen fahrlässiger Tötung verurteilte Arzt preisgegeben, dass Michael Jackson nachts inkontinent gewesen sei und er ihm beim Einführen des Katheters geholfen habe.

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