Di, 21. November 2017

Fenninger Fünfte

28.11.2013 22:17

Gut im Beaver-Creek-Abschlusstraining überlegen

Der Weg zum Sieg in der ersten Saisonabfahrt des Olympia-Winters führt nur über Lara Gut. Die Trainings-Dominatorin aus der Schweiz erzielte am Thanksgiving-Donnerstag auf der neuen WM-Piste 2015 in Beaver Creek überlegen Bestzeit, 1,18 Sekunden vor Tina Weirather. Beste Österreicherin war als Fünfte einmal mehr Anna Fenninger.

Mit den Trainingsplätzen 1 - 3 - 1 machte Gut, die den Riesentorlauf beim Weltcup-Auftakt im Oktober in Sölden gewonnen hatte, deutlich, dass sie mit der anspruchsvollen WM-Piste "Raptor" blendend zurechtkommt. Die 22-Jährige deklassierte die Konkurrenz förmlich, selbst die starke Liechtensteinerin Weirather konnte den Rückstand nicht auf unter eine Sekunde drücken.

Fenninger: "Habe die Linie teilweise überhaupt nicht erwischt"
"Der Rückstand ist zwar groß. Aber ich hatte zwei Fehler und weiß, was ich am Freitag besser machen muss", versuchte die mit Swiss Ski trainierende Weltmeister-Tochter Weirather gelassen zu bleiben. Ähnlich reagierte Fenninger, die mit 1,96 Sekunden Rückstand ins Ziel kam. "Zwei Sekunden sind extrem viel. Aber ich habe die Linie teilweise überhaupt nicht erwischt", erklärte die Salzburgerin. Fenninger ist die größte Hoffnung auf das Ende der Durststrecke der seit Langem sieglosen ÖSV-Abfahrtsdamen. Als Fünfte war die 24-Jährige auch im dritten und letzten Training stärkste Österreicherin.

Und das, obwohl Nicole Schmidhofer mit Platz sieben trotz Startnummer 46 erneut aufzeigte, sich Nicole Hosp als Elfte das letzte Ticket für Freitag sicherte und junge Quali-Konkurrentinnen wie Tamara Tippler (19.) stark aufzeigten. Die Chancen, dass es für die rot-weiß-roten Skidamen am "Thanksgiving" folgenden "Black Friday" keine Abfuhr gibt, stehen gut.

Gut: "Offenbar bin ich nicht schlecht gefahren"
Gut hatte ihren vor den Augen ihres neuen österreichischen Alpindirektors Rudi Huber gezeigten Wahnsinnslauf schnell erklärt. "Ich habe einfach probiert, auf Zug zu fahren und das Andriften zu vermeiden." Vom gewaltigen Vorsprung zeigte sie sich dennoch überrascht. "Das ist schon viel. Offenbar bin ich nicht schlecht gefahren", sagte sie lachend.

Mit der klaren Favoritenrolle hat die Schweizerin kein Problem. "Wenn man etwas einmal schafft, sollte es auch nochmals gehen", gab sie sich selbstbewusst und erklärte: "Ich habe das Glück, dass es derzeit einfach passt bei mir. Da ist es immer einfacher, gut zu fahren." Trotzdem werde sie am Freitag versuchen, noch besser zu fahren. "Die anderen werden auch noch mehr Gas geben."

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