Mo, 23. Oktober 2017

Vor EL-Partie

28.11.2013 17:46

Lazio-Rom-Fans in Warschau festgenommen

Die polnische Polizei hat vor dem Europa-League-Spiel der Gruppe J zwischen Legia Warschau und Lazio Rom rund 140 Fans der Italiener festgenommen. Die Beamten entdeckten in der Nacht auf Donnerstag Messer in den Hotelzimmern von 17 Lazio-Anhängern in Warschau, wie italienische Medien berichteten. Auch beim Hinspiel zwischen den beiden Klubs in Rom hatte es bereits Auseinandersetzungen und Krawalle gegeben.

Später am Tag nahm die polnische Polizei in der Warschauer Innenstadt insgesamt rund 120 Anhänger Lazio Roms fest. Ein Polizeisprecher sagte, die Fans hätten Steine und Flaschen auf die Beamten geworfen. Die Festgenommenen wurden noch am frühen Abend im Polizeipräsidium verhört.

Inzwischen hat sich der polnische Verband (PZPN) dagegen ausgesprochen, im Kampf gegen das Gewaltproblem Gäste-Fans aus den Stadien auszusperren. "Nach Meinung des Verbandes wäre eine solche Kollektivstrafe unangemessen und würde nicht die Situation verbessern", zitierte der Nachrichtensender TVN 24 am Donnerstag aus einem Schreiben von PZPN-Boss Zbigniew Boniek. Ein Stadionverbot halte gewaltbereite Fans außerdem nicht davon ab, zum Zielort des Spiels zu reisen.

Verschlechterte Sicherheitslage in den Arenen
Der polnische Polizeichef Marek Dzialoszynski hatte zuvor vorgeschlagen, Gäste-Fans bis zum Ende der laufenden Saison nicht mehr in die Stadien zu lassen. Er begründete dies mit der seit Saisonbeginn verschlechterten Sicherheitslage in den Arenen und wiederholten gewalttätigen Auseinandersetzungen. Boniek dagegen nannte eine Sperrung der Stadien einen Akt der Machtlosigkeit und Kapitulation vor einer kleinen Gruppe von Hooligans.

In den vergangenen Jahren mussten wiederholt Ligaspiele wegen Fan-Gewalt unterbrochen werden oder fanden im Zuge von Ausschreitungen vor leeren Rängen statt. Vor einigen Monaten machten polnische Hooligans auch international Schlagzeilen, als sie in Gdynia am Strand mexikanische Seekadetten attackierten.

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