Sa, 18. November 2017

Razzien vor Olympia

27.11.2013 18:59

Moskauer Polizei nimmt 15 Terrorverdächtige fest

Die russischen Behörden greifen vor den Olympischen Winterspielen in Sotschi hart durch: Sicherheitskräfte haben in Moskau nach eigenen Angaben 15 islamistische Terroristen festgenommen und damit Anschläge in der russischen Hauptstadt vereitelt. Bei einer Razzia im Osten der Metropole seien auch drei Sprengsätze sichergestellt worden, teilte das Innenministerium am Mittwoch mit.

Das russische Innenministerium veröffentlichte Bilder des Polizeieinsatzes. Darauf zu sehen sind die Festgenommen - gefesselt und am Boden liegend. Einige Beamten halten zudem das Gesicht eines der Männer in die Kamera. Auch die teils mit Nägeln gefüllten Sprengsätze, Handgranaten und mehrere Schusswaffen werden auf den Aufnahmen der Polizei gezeigt.

Die insgesamt 15 Verdächtigen sollen den Behörden zufolge der in den 1970er-Jahren in Ägypten gegründeten Organisation Al-Takfir wa Al-Hijra (Exkommunikation und Auswanderung) angehören, hieß es. Medienberichten zufolge stammen die Festgenommenen aus dem islamisch geprägten Konfliktgebiet Nordkaukasus sowie aus Zentralasien.

Experten: Moskau will vor Olympia Durchschlagskraft beweisen
Nach Ansicht von Experten soll die Aktion gut zwei Monate vor Beginn der Olympischen Winterspiele im russischen Sotschi die Wachsamkeit und Durchschlagskraft von Polizei und Geheimdienst beweisen. Sotschi am Schwarzen Meer liegt nur wenige Hundert Kilometer von der Unruheregion entfernt, wo Extremisten für ein von Moskau unabhängiges "Emirat" kämpfen. In dem Konfliktgebiet töteten kremltreue Einheiten nach offiziellen Angaben zuletzt bei zwei Anti-Terror-Einsätzen fünf mutmaßliche Islamisten.

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