Di, 21. November 2017

Grafikfeuerwerk

28.11.2013 12:47

Pracht-Shooter „Killzone: Shadow Fall“ im Test

Mit "Killzone: Shadow Fall" liefert Sony zum Auftakt der PlayStation 4 ein Exklusiv-Game, das die Fähigkeiten der neuen Konsole inmitten eines intergalaktischen Konflikts zwischen den bösen Helghast und der interplanetaren strategischen Allianz ISA eindrucksvoll veranschaulichen soll. Was der Sci-Fi-Shooter wirklich kann, haben wir uns im Vorfeld der Veröffentlichung angeschaut.

Hübsche Grafik alleine macht noch keine gute Story – das beweist nach den aktuellen Bombast-Shootern "Call of Duty: Ghosts" und "Battlefield 4" auch Sonys neue Shooter-Hoffnung "Killzone: Shadow Fall". Die Story des Science-Fiction-Spektakels ist nämlich ziemlich an den Haaren herbeigezogen.

Die Kurzfassung: In der Galaxis des 24. Jahrhunderts tobt Krieg zwischen den bösen Helghast und der Militärallianz ISA. Letztere gewann in der seit Langem andauernden Auseinandersetzung zuletzt die Überhand, indem sie die Helghast-Heimatwelt mit einer Massenvernichtungswaffe unbewohnbar machte und einen stattlichen Teil der Feindpolulation mit einem Schlag ausradierte.

Wirre Story um große Mauer
Zu Ende hat die ISA den Krieg allerdings nicht geführt. Zuvor kam ein Waffenstillstand zustande, bei dem vereinbart wurde, dass die Helghast – und jetzt kommt's – auf Vekta, der Heimatwelt der ISA, leben dürfen und den halben Planeten bekommen. Getrennt sind die beiden verfeindeten Fraktionen dabei durch nichts weiter als eine große Mauer.

Klar, dass es da zu Ungemach kommt und die verfeindeten Lager nicht voneinander lassen können. Und hier kommt der Spieler als Mitglied der Spezialeinheit "Shadow Marshalls" ins Spiel, die den Helghast Paroli bieten soll.

Abwechslungsreiche Schauplätze, witzige Drohne
So weit, so vorhersehbar. Dass "Killzone: Shadow Fall" trotz der dünnen Story Spaß macht, verdankt das Spiel grundsolidem Shooter-Gameplay, gewürzt mit einer vom Spieler befehligten Drohne als Helfer und einer bunten Auswahl an Schauplätzen und Waffen.

Als Elitesoldat Lucas Kellan kämpft sich der Spieler mit MGs, Scharfschützen- und Schrotgewehren und allerlei anderen futuristischen Wummen sowie dem Messer durch üppige Herbstwälder, prächtige Städte der Zukunft und düstere Gänge in Raumschiffen. Dabei richtet sich das Game an ein erwachsenes Publikum – es ist zwar nicht übertrieben blutig, für Kinder aber definitiv nicht geeignet.

Hie und da gibt's dabei ein kleines Schalterrätsel zu lösen, Terminals zu hacken und ab und zu muss man auch möglichst unentdeckt vorgehen. Dabei ist die vom Spieler per Controller-Touchpad steuerbare Drohne eine große Hilfe: Sie beschießt nicht nur selbstständig Gegner, sondern hat auch einen Schutzschild in petto, schockt Feinde, seilt den Spieler von allzu hohen Plattformen ab – und wenn Kellan mal getroffen am Boden liegt, belebt sie ihn mit einer Dosis Adrenalin wieder.

Opulente Optik, grundsolider Sound
All das geschieht in einer Spielwelt, die optisch eindrucksvoll zeigt, wozu die PS4 in der Lage ist. Detailreiche Full-HD-Welten mit extrascharfen Texturen verblüffen optisch ebenso wie die aufwendig modellierten Waffen. Wasser wirkt wirklichkeitsgetreu und erzeugt eine hübsch anzusehende Gischt.

Und selbst bei so einfachen Dingen wie Gestrüpp im Wald hält man mitunter inne, um den erstaunlichen Detailgrad zu bewundern. Animationen und Gesichter der Bewohner dieser prachtvollen Welt hat man andernorts – etwa bei "Crysis 3" oder "Battlefield 4" - schon hübscher gesehen, hierbei handelt es sich aber um Kritik auf sehr hohem Niveau.

Auch am Sound gibt's wenig zu mäkeln. Sowohl die Umgebungsgeräusche als auch die Hintergrundmusik stimmen. Und auch bei den deutschen Synchronsprechern hat Sony einen guten Geschmack bewiesen. Einzig die Lippenbewegungen der Figuren passen nicht immer zu dem, was gesagt wird.

Abwechslungsreicher Mehrspielermodus
Angesichts der dünnen Handlung ist das, was gesagt wird, aber ohnehin eher nebensächlich. Zumal das Game nach der rund zehn Stunden langen Kampagne voll Explosionen, Geballere und optischer Opulenz auch noch einen durchaus amüsanten Mehrspielermodus mit einer Vielzahl verschiedener Modi und abwechslungsreichen Karten bereithält.

Besonders nett: Der Spieler darf im Mehrspielermodus recht detailliert die Regeln bestimmen. Partien, die ausschließlich mit der Schrotflinte gespielt werden, sind so ebenfalls möglich wie Matches, bei denen jeder Teilnehmer nur ein Leben und somit einen für die Partie endgültigen Tod zu befürchten hat.

Fazit: "Killzone: Shadow Fall" wird niemanden zu Tränen rühren oder ob seiner tiefschürfenden Handlung für herunterklappende Kinnladen sorgen, bietet aber gut gemachte Shooter-Action mit einigen netten Einfällen wie der praktischen Drohne. Grafisch weiß es ebenso zu gefallen wie optisch, und auch die Mehrspieler-Action motiviert. Für Shooter-Fans ist das neue "Killzone" für die PS4 daher auf jeden Fall einen Blick wert.

Plattform: PS4 (getestet)
Publisher: Sony Computer Entertainment

krone.at-Wertung: 8/10

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