Do, 23. November 2017

Wien „weiß von nix“

27.11.2013 17:01

Ski-Spektakel in Schönbrunn bleibt vorerst Traum

Ob der Titel-Hamster Marcel Hirscher jemals neben dem Zoo in Schönbrunn kurven wird? Schwer vorstellbar, aber das Projekt ist in aller Munde. Doch nach "Krone"-Informationen bleibt ein FIS-Rennen in Schönbrunn vorerst ein Traum.

Schon seit Jahren träumt ÖSV-Boss Peter Schröcksnadel von einem Weltcup-Spektakel in der Hauptstadt. Unbezahlbare Werbung, tolle Show, ein Ski-Märchen mitten in der Stadt. München lebt's im Olympiapark vor, lockt bis zu 25.000 Fans zum Parallelslalom an. Und die Stars kommen, da es um Weltcup-Punkte geht. Sportlich zu hinterfragen, bei einer Laufzeit von 15 Sekunden. Aber egal, wer zahlt, schafft an.

Weshalb auch in Moskau ein "City Event" stieg. Fettes Preisgeld, aber kaum Zuschauer – Russlands Metropole wurde daher wieder aus dem Weltcup-Kalender der FIS gestrichen. Nun ist ein Platzerl im Februar 2015 frei. Alles klar für Wien?

Oxonitsch "weiß von nichts"
Nichts ist klar. Schon gar nicht in Schönbrunn, der angeblich favorisierten Location. "Wir wissen nichts Konkretes", winkt Sportstadtrat Christian Oxonitsch ab. "Die Idee ist nett, ein tolles Projekt, aber der Grund gehört dem Bund, wir sind nicht der Ansprechpartner. Ich stell's mir aber problematisch vor." Logisch, geschützter Park, Weltkulturerbe – da braucht's eine Flut an Genehmigungen: Lebensministerium, Bundesgärten etc. Und dann die Finanzierung.

"Reizvoll", aber keine Pläne
Weshalb auch Franz Sattlecker, Geschäftsführer der Schönbrunn GmbH, skeptisch ist: "Eine reizvolle Geschichte. Aber wir haben keine Pläne. Geschweige denn Zahlen. Ich bin überrascht, dass das jetzt ein Thema ist. Es gab ja noch keine Gespräche."

Die sollen mit Hermann Gruber, dem engagierten Präsidenten des Wiener Skiverbandes, folgen. Angeblich. Doch auch Gruber bestätigt, dass der Traum zwar lebt, aber die Umsetzung noch nicht in Angriff genommen wurde. Aber wenn die Philharmoniker vor der Gloriette aufspielen dürfen, wird man doch auch ein monströses Stahlgerüst, die Piste, vor das Schloss verpflanzen können, oder?

Bliebe noch der Rathausplatz. Auch romantisch, ähnlich reizvoll, aber noch illusorischer. Ein Problem, das wohl viele Städte haben. Denn für den freien Februar-Termin gibt es noch keinen offiziellen Bewerber. So schnell wird sich Wien bei der FIS auch nicht melden.

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