Do, 14. Dezember 2017

Über Inselgruppe

26.11.2013 20:14

US-Bomber flog durch chinesische Militärzone

Die USA haben demonstrativ die von China neu eingerichtete Luftverteidigungszone über dem Ostchinesischen Meer ignoriert: Das US-Militär ließ zwei Bomber vom Typ B-52 über die zwischen Japan und China umstrittene Senkaku-Inselgruppe fliegen, ohne Peking zu informieren. Aus Regierungskreisen in Washington verlautete am Dienstag, der Überflug sei als Teil eines Routinemanövers "lange geplant" gewesen.

Die beiden unbewaffneten Bomber starteten von einem Stützpunkt auf dem US-Überseegebiet Guam im Pazifik und erreichten in der Nacht auf Dienstag das vermeintliche Sperrgebiet. Der Flug verlief den Angaben zufolge "ohne Zwischenfälle", die Bomber landeten wieder sicher auf Guam. Am Montag hatte das Weiße Haus die Einrichtung der Luftverteidigungszone durch China als "unnötig aufrührerisch" kritisiert.

Japanische Regierung will Zone ignorieren
Die Luftverteidigungszone solle dem "Schutz vor möglichen Luftangriffen" dienen, hatte das chinesische Verteidigungsministerium am Samstag erklärt. Peking veröffentlichte Anweisungen, welche die Flugzeuge in der betroffenen Zone unter Androhung militärischer Mittel künftig zu beachten hätten. Darin wird etwa festgelegt, dass genaue Flugpläne vorzulegen und eindeutige Angaben zu den Herkunftsländern von Maschinen zu machen sind. Die Regierung in Tokio erklärte, dass sie die Luftverteidigungszone nicht anerkennen werde. Auch die Fluggesellschaft Japan Airlines kündigte bereits an, dass ihre Flieger dennoch über die Zone fliegen werden - ohne Flugpläne zu übermitteln.

Chinesischer Flugzeugträger entsandt
Peking erhebt seit Jahren Anspruch auf die von Tokio kontrollierte Inselgruppe. Die chinesische Regierung entsendet immer wieder Kriegsschiffe in das Gebiet um die unbewohnten Inseln - am Dienstag lief der einzige Flugzeugträger Chinas begleitet von zwei Zerstörern und zwei Fregatten aus, um in den umstrittenen Gewässern Tests, militärische Übungen und "wissenschaftliche Forschung" vorzunehmen.

Militärische Konfrontation befürchtet
Die Gegend gilt als fischreich, außerdem werden im Meeresboden Rohstoffe vermutet. Angesichts der aufgeheizten Stimmung besteht international die Sorge, dass es zwischen den beiden Ländern eine militärische Konfrontation geben könnte.

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