Mo, 23. Oktober 2017

Mann vor Abschiebung

26.11.2013 07:53

Neuseeland erteilt „Klimaflüchtling“ eine Absage

Ein Mann aus dem Pazifikinselstaat Kiribati (Bild) hat in Neuseeland keine Chance, als erster "Klimaflüchtling" der Welt anerkannt zu werden. Das stellte das oberste Zivil- und Strafgericht des Landes fest. Ioane Teitiota wollte unter Berufung auf die UN-Flüchtlingskonvention gegen die Ablehnung seines Flüchtlingsantrags durch ein Einwanderungstribunal vorgehen.

Die Konvention biete Personen Schutz, die etwa aufgrund von Rasse, Religion, Nationalität oder Überzeugung verfolgt würden. "Jemand, der ein besseres Leben sucht, indem er den empfundenen Folgen des Klimawandels entflieht, ist nicht eine Person, auf die die Konvention zutrifft", hielt Richter John Priestley in dem am Dienstag veröffentlichten Urteil fest. Das wirtschaftliche Umfeld sei demnach in Kiribati womöglich weniger attraktiv als in Neuseeland, "aber der Antragsteller wäre bei einer Rückkehr individuell keiner Verfolgung ausgesetzt".

Mann wird abgeschoben
Teitiotas Anwalt Michael Kidd argumentierte, sein Mandant und dessen Frau fürchteten um die Gesundheit ihrer drei Kinder, wenn sie nach Kiribati zurückkehren müssten. Die tiefliegenden Inseln sind durch Erosion infolge starker Stürme gefährdet, u.a. dringt Salzwasser in die Brunnen ein. Der Mann war mit einem befristeten Arbeitsvisum nach Neuseeland gekommen, nach dessen Ablauf aber nicht in seine Heimat zurückgekehrt. Die Einwanderungsbehörde will ihn nun abschieben.

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