Fr, 15. Dezember 2017

Terrorismus

25.11.2013 12:44

US-Forscher testen Schallwellen als Bombendetektor

Weil Bombenspürhunde, Körperscanner und andere Methoden eine räumliche Nähe erfordern, arbeiten Forscher der Vanderbilt University im US-Bundesstaat Tennessee nun an einer Möglichkeit, mittels Schallwellen Sprengsätze aus weiterer Entfernung aufzuspüren.

Ist der Koffer im Transitbereich des Flughafens einfach nur vergessen worden oder enthält er Sprengstoff? Sollte es sich um letzteren Fall handeln, ist es für Bombenentschärfungsteams von entscheidender Bedeutung, wie viel Sprengstoff sich im präparierten Gepäcksstück befindet. Aber wie könnte man das bloß aus einer größeren und damit sichereren Entfernung überprüfen?

Beschallte Behälter vibrieren unterschiedlich
Forscher der Vanderbilt University unter der Leitung von Douglas Adams versuchen derzeit, eine passende Antwort auf diese Frage zu finden und eine neue Technologie zu entwickeln. Ihre Vorgangsweise: Sie beschießen Behälter mit unterschiedlichem Inhalt mit Schallwellen und messen mittels eines Vibrometers, wie stark die Objekte in Schwingung versetzt werden.

Leere Behälter vibrieren viel stärker als befüllte. Je nach Intensität der Schwingungen können die Forscher so feststellen, wie stark die Plastikbehälter zum Beispiel mit Sprengstoff befüllt sind. Hier geht es zum Video des Experiments.

Je nach Material unterschiedliche Frequenzen notwendig
Allerdings müssen die Wissenschaftler eines berücksichtigen: Je nach Material des Behälters sind unterschiedliche Frequenzen notwendig. Besteht der zu untersuchende Gegenstand beispielsweise aus Metall, zeigen in kurzem Abstand ausgestoßene Ultraschallwellen die beste Wirkung. Bei Plastik bieten sich dagegen lange Unterschall- oder Infraschallwellen an.

Militär als Auftraggeber
Nun versucht Adams mit seinen Kollegen herauszufinden, welche Frenquenzen für elastische Stoffe wie Kleidung verwendet werden müssen. Das Projekt ist Teil einer größeren Zusammenarbeit mehrerer US-Universitäten. Auftraggeber des mit rund sieben Millionen Dollar dotierten Unterfangens ist die Forschungsabteilung der US Navy (Office of Naval Research).

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