Mi, 22. November 2017

Pro-EU-Proteste

25.11.2013 09:54

Erneut Zusammenstöße bei Demos in der Ukraine

In der ukrainischen Hauptstadt Kiew ist es auch am Montag zu Zusammenstößen zwischen pro-europäischen Demonstranten und der Polizei gekommen. Die Demonstranten hatten versucht, den Regierungssitz zu blockieren, woraufhin die Beamten Gummiknüppel und Tränengas einsetzten, berichteten Augenzeugen.

Etwa 1.000 Menschen hatten sich in den Morgenstunden vor dem Regierungssitz versammelt, um gegen den Stopp des geplanten Assoziierungsabkommens der Ukraine mit der EU zu protestieren. In Zelten wollen die Anhänger der Opposition, darunter auch Boxweltmeister Vitali Klitschko mit seiner Partei Udar (Schlag), ihre Proteste gegen die pro-russische Politik der Ex-Sowjetrepublik fortsetzen, bis die Regierung das Abkommen mit der EU unterzeichnet. Am Sonntag waren bei der größten Kundgebung seit der pro-westlichen Revolution im Jahr 2004 Zehntausende Menschen auf den Straßen von Kiew gewesen.

Timoschenko-Tochter bittet Deutschland um Hilfe
Auch die Tochter der inhaftierten Ex-Ministerpräsidentin Julia Timoschenko, die zu den Protesten aufgerufen hatte, wirbt weiter dafür, dass das Abkommen in dieser Woche doch noch zustande kommt. Gegenüber der "Bild"-Zeitung forderte sie am Montag, dass Deutschland Druck auf die Ukraine ausüben sollte. "Wir sind so weit gekommen, es muss in den nächsten Tagen gelingen, dass das Abkommen doch noch zustande kommt. Deutschland spielt da eine entscheidende Rolle."

Zugleich bat sie Deutschland eindringlich um Hilfe im Ringen um die Freilassung ihrer kranken Mutter. "Ich denke, dass Deutschland die letzte Chance für meine Mutter ist. Kanzlerin Angela Merkel darf nicht aufgeben. Wenn meine Mutter nicht bald freikommt, wird sie sterben", sagte Jewgenija Timoschenko der "Bild".

Das Assoziierungsabkommen mit der EU hätte eigentlich kommenden Freitag beim EU-Ostgipfel in Vilnius unterzeichnet werden sollen. Die ukrainische Regierung hatte sich dann allerdings überraschend eine Pause verordnet, um mit Russland zu verhandeln. Russland wirft der EU geopolitische Machtspiele vor und hatte der Ukraine mit Strafmaßnahmen gedroht, sollte sie das Abkommen unterzeichnen.

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