Mo, 11. Dezember 2017

Koalitionsgespräche

24.11.2013 09:30

Verhandlungsdauer bald über dem Durchschnitt

Die Regierungsverhandlungen zwischen SPÖ und ÖVP sind bisher zwar ohne große Drohgebärden, Abbrüche und Wiederaufnahmen ausgekommen, sie werden dennoch überdurchschnittlich lange dauern. Um im Durchschnitt zu bleiben, müssten SPÖ und ÖVP nämlich spätestens am 2. Dezember zur Angelobung schreiten.

Nur dann hätten sie die 64 Tage (genau 64,25) seit der Wahl gebraucht, die die bisher zwölf Großen Koalitionsteams zwischen Wahl und Angelobung brauchten. Etwas weniger, nämlich rund 60 Tage, kommen heraus, wenn man alle 20 Regierungsbildungen der Zweiten Republik betrachtet. Diese Frist wäre allerdings schon am 28. November erreicht.

Durchschnitt wird sich nicht mehr ausgehen
Für die jetzige Regierung zeichnet sich aber nicht einmal der Durchschnitt von 64 Tagen ab. Denn in der nächsten Woche - kolportiert wurde der Freitag - sollen erst die acht Arbeitsgruppen ihre Gespräche beenden. Dann muss das Koalitionspaket noch in der großen Koordinierungsgruppe festgezurrt werden. Dieses muss dann noch von den Parteigremien abgesegnet werden, ehe Bundespräsident Heinz Fischer die neue Regierung angeloben kann.

Versprochen wurde "vor Weihnachten"
Dass man den Durchschnitt hält, haben die Verhandler allerdings auch nicht versprochen. Von Anfang an war von "vor Weihnachten" die Rede. Wird es der allerletzte Moment, also 23. Dezember, dann hätte es heuer 85 Tage gedauert. Das wäre zwar ein Drittel mehr als durchschnittlich - aber noch lange nicht der Rekord. 1962 brauchten ÖVP und SPÖ für ihr Zusammengehen 129 Tage.

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