Fr, 24. November 2017

„Kein Ende in Sicht“

20.11.2013 11:12

Nach Wilderer-Drama: Tatwaffen identifiziert

Die Tatwaffen des mutmaßlichen Wilderers und Vierfach-Mörders von Annaberg in Niederösterreich sind identifiziert: Nach Angaben von Polizeisprecher Johann Baumschlager handelt es sich dabei um eine Lang- und eine Kurzwaffe. Das gesamte Schadensausmaß habe bereits die zehn Millionen-Euro-Marke überschritten, so der Sprecher am Mittwoch.

Von den insgesamt im Anwesen in Großpriel (Bezirk Melk) 305 sichergestellten Waffen wurden bisher 200 strafrechtlichen Delikten zugeordnet. "Die Waffen sind teilweise ihren rechtmäßigen Besitzern zurückgegeben worden. Noch haben wir in etwa 100 zu überprüfen", teilte Baumschlager mit. Auch ein Teil der Trophäen sei bereits zugeordnet worden. Die Ermittlungen würden aber noch bis in das kommende Jahr andauern.

Neues Faktum ist, dass Alois H. bereits straffällig wurde, bevor er verwitwet war: "Wir konnten Einbrüche in Niederösterreich und in der Steiermark bis Ende der Neunzigerjahre nachweisen. Er war daher schon vor dem Tod seiner Frau aktiv", berichtete der Polizeisprecher.

Schadenserhebungen: "Kein Ende in Sicht"
Inzwischen wurden die Tatortuntersuchungen in dem Haus in Großpriel abgeschlossen. Die Ermittlungen hinsichtlich weiterer Delikte - darunter auch Brandstiftungen - werden aber vor allem in Niederösterreich und in der Steiermark fortgesetzt. Der Gesamtschaden ist in den vergangenen Wochen auf mehr als zehn Millionen Euro angestiegen. Noch sei "kein Ende in Sicht", so Baumschlager. Die Frage, ob Alois H. Mittäter hatte, ist noch nicht gänzlich geklärt: "Wir gehen von einer Einzeltäterschaft aus, aber ermitteln in alle Richtungen", sagte der Sprecher.

Der mutmaßliche Wilderer hatte am 17. September drei Polizeibeamte und einen Sanitäter erschossen. Danach verschanzte er sich in seinem Anwesen in Großpriel, wo er schließlich durch einen Kopfschuss Selbstmord beging.

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