Sa, 16. Dezember 2017

Bald Therapiehunde

20.11.2013 11:02

Listenhunde aus dem Tierheim erhalten neue Aufgabe

Neue Chancen bekommen Tierheimhunde aus Vösendorf in der Kooperation des Wiener Tierschutzvereins und des Vereins "Tiere als Therapie" (TAT): Zehn Listenhunde und ihre Paten sollen zu Therapiebegleithunde-Teams ausgebildet werden. Ziel des Projekts ist es, die Vorurteile gegenüber bestimmten Hunderassen und Vierbeinern aus dem Tierschutz abzubauen.

In der ersten Stufe wurden zehn Hunde des Wiener Tierschutzvereines für das Projekt ausgesucht. Es handelt sich dabei nahezu ausschließlich um sogenannte Listenhunde, also Rassen, deren Halter verschärfte Auflagen erfüllen müssen. Die ausgewählten Vierbeiner werden in regelmäßigen Abständen gemeinsam mit ihren Paten als Therapiebegleithunde-Team geschult.

Strenge Vorgaben zu erfüllen
Der Weg zum Therapiebegleithunde-Team ist nicht einfach, die TAT-Vorgaben sind streng. Die Tiere müssen in Bezug auf Kontakte mit Menschen und anderen Hunden trainiert sowie an therapiespezifische Situationen gewöhnt werden. Herrchen oder Frauchen bekommen eine Schulung über die Grundlagen des Hundeverhaltens und Einsatzmöglichkeiten in der Pädagogik, im geriatrischen Bereich und für die Arbeit mit Menschen mit Behinderungen.

Projekt soll Image von Tierschutzhunden verbessern
Mensch und Tier müssen Prüfungen ablegen und ihre Einsatzfähigkeit unter Beweis stellen. Die Hunde werden dabei anfangs auf dem Gelände des Wiener Tierschutzvereins, später in geriatrischen Bereichen trainiert; die Paten werden von Praktikanten des TAT-Tiertrainerlehrganges fachlich unterstützt. Das Projekt soll zeigen, dass es auch Tieren aus dem Tierschutz möglich ist, ausgezeichnete Sozialkontakte sowohl zu Menschen wie auch zu anderern Tieren zu entwickeln.

Hoffnung auf schnellere Vermittlung
Die Tiere sollen damit außerdem höhere Chancen auf einen Lebensplatz bekommen. Denn Listenhunde sind im Tierschutzhaus "Ladenhüter": Obwohl sich sogenannte "Kampfhunde" und andere Rassen und Mischlinge im Heim die Waage halten, machten Erstere im Vorjahr gerade einmal 17 Prozent aller weitergegebenen Hunde aus. Somit haben Rottweiler und Co. auch eine längere Verweildauer, die von einem bis zu mehreren Jahren reicht.

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