Di, 17. Oktober 2017

Eindrucksvolle Serie

18.11.2013 09:58

Hirscher bleibt im Slalom die klare Nummer eins

Österreich geht mit einer starken Herren-Slalomtruppe in den Olympia-Winter. Während die ÖSV-Damen in Levi von der 18-jährigen Debütantin Christina Ager "gerettet" werden mussten, machte der Doppelsieg mit Marcel Hirscher vor Mario Matt sowie Benni Raich auf Platz acht Hoffnung für Sotschi. Zudem lieferte Weltmeister Hirscher den Beweis, dass er nach wie vor die Nummer eins im Stangenwald ist.

Nach jahrelanger "Un-Beziehung" mit dem oben so flachen Lappland-Hügel am Polarkreis ließ Hirscher ein Jahr nach Platz zwei nun gleich eindrucksvoll seinen ersten Levi-Sieg folgen. "Bis vor zwei Jahren habe ich gedacht, ich brauche gar nicht mehr hierherkommen, weil ich eh keine Punkte mache. Das jetzt war keine schlechte Steigerung", stellte Hirscher nun zufrieden fest.

Starke Serie von Hirscher
Mit seinem 19. Weltcupsieg sowie dem zehnten Podestplatz in Spezialslaloms in Folge (mit den City-Events und mit dem WM-Slalom sind es sogar schon 13) schob er sich auch bei den Rekordserien ins Spitzenfeld. Doch Hirscher ist sich bewusst, dass sein fast schon unheimlicher Lauf (seit Saisonstart 2012/13 in 24 Einzelrennen nur zwei Mal nicht auf dem Podest) irgendwann zu Ende gehen wird. "Fehler passieren und irgendwann wird es zu Ende sein. Aber es wird egal sein, die Serie steht ja."

Hirscher ist erst 24 Jahre alt, weiß aber aufgrund seiner Erfolge, dass es nicht mehr ganz so leicht ist, bedingungslos Vollgas zu geben. So wie der junge Norweger Henrik Kristoffersen (19) als Dritter in Levi. "Mit 18 war es mir auch egal, ob ich ausfalle oder nicht. Jetzt ist es viel härter, denn wenn ich einen Fehler mache, gibt es ein Gewitter", fühlt der Salzburger die zunehmende Last der Verantwortung und öffentlichen Erwartungen.

"Umso schöner ist es, wenn man dem Druck standhalten und den Erwartungen gerecht werden kann. Besonders wenn man nicht genau weiß, wo man steht", erklärte der Slalom-Branchenprimus. Außerdem trage er mittlerweile Verantwortung auch für sein Privatteam. "Mittlerweile hängen da viele Leute mit drin."

Pfeifer: "Viel besser kann man hier nicht fahren"
Großes Hirscher-Lob kam auch vom Neo-Gruppenchef Marko Pfeifer: "Viel besser kann man hier nicht fahren", sagte der Kärntner in Levi. Umso mehr freute Pfeifer Platz zwei für Matt. "Denn er ist trotz allem dran an Marcel. Mario will es wissen und ist diese Saison ganz sicher gut für einen Sieg." Gleichzeitig ist der Coach aber auch sicher, in Levi noch nicht Hirschers endgültiges Gesicht gesehen zu haben. "Ich bin sicher, bei den steilen Klassikern ist Marcel noch stärker einzuschätzen."

Matt will es noch einmal wissen
Eine Herausforderung, die der um zehn Jahre ältere Matt sofort annahm. Dank perfekter Vorbereitung und Materialtests ist der Weltmeister von 2001 und 2007 so stark wie lange nicht. "Perfekt ist es nur, wenn du gewinnst", machte Matt in Finnland klar, dass auch er noch Reserven hat. Speziell im Steilen. "Denn das war in Levi nicht das, was ich wirklich kann." Matt sieht Hirscher deshalb absolut in Reichweite. "Im Training war ich im Steilen genauso schnell wie er. Aber natürlich braucht es zwei Superläufe um ihn zu schlagen."

Auch Raich durfte Levi zufrieden verlassen. "Ich bin schnell, das ist das Wichtigste", gab der 36-jährige Tiroler in Finnland zu Protokoll. Trainer Pfeifer war überzeugt: "Benni hat die Rückbesinnung auf den Slalom gut getan."

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