Fr, 15. Dezember 2017

Nur mit Gitarre

15.11.2013 08:33

Passenger begeisterte in Wien mit leisen Folksongs

Mit seiner Erfolgssingle "Let Her Go" hat sich der britische Folksänger Mike Rosenberg alias Passenger in bereits über einem Dutzend Ländern - darunter auch in Österreich - an die Spitze der Hitparaden katapultiert. Seine aktuelle Tour führte den 29-jährigen Sänger-Songwriter am Donnerstag auch in den seit Wochen restlos ausverkauften Wiener Gasometer.

Nur mit einer Akustikgitarre "bewaffnet" eröffnete Passenger seinen Wien-Auftritt mit "Fairytales & Firesides", dem ersten einer ganzen Reihe von "traurigen, leise Folksongs", wie der Brite seine Lieder, die vielfach von den alltäglichen kleinen Dramen im Leben handeln, selbst beschreibt.

Großartiger Geschichtenerzähler
Passenger, der jahrelang als Straßenmusiker durch die Welt getingelt ist, präsentierte sich in Wien als großartiger Geschichtenerzähler und sang und plauderte sich charmant in die Herzen des überwiegend weiblichen Publikums im Gasometer, das recht andächtig den Songs des Briten lauschte. Fast bei jedem Titel moderierte Passenger mit einer witzigen (etwa über eine Konzertbesucherin in Kanada, die während eines ruhigen Songs versuchte, das Niesen zu unterdrücken) oder berührenden Anekdote an.

Rund die Hälfte der gespielten Songs, darunter "Life's For The Living", "The Wrong Direction", "Staring At The Stars" und "I Hate" stammte von seinem im Vorjahr veröffentlichten vierten Solo-Album "All The Little Things". Aber auch brandneue Hits gab Passenger zum Besten - etwa "Riding To New York", die bewegende Geschichte eines älteren, krebskranken Bikers auf seiner letzten großen Fahrt.

Duett mit Support-Act Larsen
Als Passenger schließlich nach einer knappen Stunde den Hit "Let Her Go", ein Lied über "die 611. Ex" (O-Ton Passenger), das er nach eigenen Angaben in nur 45 Minuten geschrieben hat, anstimmte, leuchteten in der Halle nicht nur Feuerzeuge, sondern auch die Displays von zahllosen Smartphones. Für "Heart's On Fire" holte sich Passenger anschließend zwecks stimmlicher Unterstützung seinen Roadie und Freund, den Australier Stu Larsen (er hatte das Vorprogramm bestritten), auf die Bühne.

Zwei Zugaben erklatschte sich das Publikum im Gasometer: "Whispers", einen Song, der auf dem neuem Album (es soll laut seinen Angaben im Frühjahr auf den Markt kommen) zu finden sein wird, und "Holes" - dann endete nach knapp eineinhalb Stunden ein recht stimmiges Konzert.

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