Mo, 11. Dezember 2017

Einstiegshürde

22.02.2017 09:05

So meistern Sie ein Assessment Center mit Bravour

Ist in einem Bewerbungsverfahren ein Assessment Center vorgesehen, versetzt das viele Bewerber in eine psychische Ausnahmesituation. Je nach Aufbau des Assessment Centers müssen sich die Bewerber dem direkten Wettbewerb mit anderen Kandidaten stellen. Und das ist - nachdem keine alltägliche Situation - für viele schwierig.

Assessment Center werden für die Besetzung unterschiedlichster Positionen eingesetzt, nicht nur, wie oft vermutet, für Management-Stellen. Die Kandidaten sehen sich dabei einer mehrköpfigen Jury gegenüber, die meist aus einem Personalverantwortlichen, dem zukünftigen unmittelbaren Vorgesetzten und einem weiteren Experten besteht. Die Kandidaten müssen eine Kombination aus verschiedenen Aufgaben, wie etwa schriftlichem Test, Präsentation, einer Gruppenübung und möglicherweise einem Einzelinterview bewältigen.

Das Assessment Center zielt darauf ab, die Kandidaten über einen längeren Zeitraum zu beobachten und dabei ihr natürliches Verhalten bei Druck und Stress erkennen zu können. Denn bei mehrstündigen Assessment Centern kann sich nach einiger Zeit kaum noch jemand verstellen - man kann Blender von tatsächlichen Könnern unterscheiden.

Die richtige Vorbereitung
Es kann der entscheidende Schlüssel zu einem erfolgreich bestandenen Assessment Center sein, sich auf mögliche bzw. wahrscheinliche Übungen gut vorzubereiten und sich mental darauf einzustellen, was einen erwartet.

Versuchen Sie, sich in die Personalverantwortlichen hineinzuversetzen: Welche Position ist ausgeschrieben und welche Kernanforderungen müssen abgetestet werden? Für Managementpositionen ist es beispielsweise üblich, dass Sie einen Impulsvortrag zu einem spontan vorgegebenen Thema halten müssen. Ist die Stelle im internationalen Umfeld ausgeschrieben, stellen Sie sich besser darauf ein, dass Sie zumindest Teile des Assessment Centers in einer der geforderten Fremdsprachen bestehen müssen. Sie können auch im Vorfeld bei dem Personalverantwortlichen erfragen, was Sie zur Vorbereitung auf das Assessment Center machen sollten bzw. können.

Informiert sein
Gerne werden in Assessment Centern auch Fragen zu aktuellen Geschehnissen, Entwicklungen und gegebenenfalls Branchenkennzahlen abgefragt. Jemand, der im Finanzmarktumfeld tätig ist, tut beispielsweise gut daran, aktuelle Wirtschaftsprognosen wiedergeben zu können und die aktuell relevanten Markttrends zu kennen.

Selbstpräsentation
Überlegen Sie sich eine Kurzpräsentation Ihres Lebenslaufs für eine Dauer von zwei Minuten, in der Sie Ihre Qualifikationen optimal präsentieren. Auch sollten Sie zu Themen wie "Ihr größter Erfolg", "Ihr schönstes Erlebnis", "Ihr größter Misserfolg", "Ihr außergewöhnlichstes Projekt" Situationen gedanklich parat haben, zu denen Sie einen Spontanvortrag halten können. Überlegen Sie weiters, was Ihre Stärken und Schwächen sind - also jene, die Sie in der Runde bekannt geben können, ohne sich damit zu disqualifizieren.

Testtraining
Viele der Tests bei einem Assessment Center sind bereits landläufig bekannt: Postkorbübungen, Übungen zum Setzen von Prioritäten, Präsentationsübungen - Sie finden online ein umfangreiches Sammelsurium an möglichen Übungen. Wer nervös ist, sollte diese Übungen als Training mit Freunden oder dem Partner durchspielen.

Sich nicht provozieren lassen
Oft wird bei den Kandidaten zusätzlicher Stress erzeugt, indem bewusst streng oder kritisch agiert wird, weil man sehen möchte, welche Reaktion Sie dann zeigen. Lassen Sie sich nicht aus der Reserve locken, bleiben Sie entspannt und unverkrampft. Und: Wenn Sie in einer Situation eine Frage nicht verstehen oder meinen, Sie haben zur Lösung einer Aufgabe nicht alle Informationen beisammen, dann fragen Sie nach. Auch das kann ein Test sein, inwieweit Sie in der Lage sind, sich einer Problemstellung qualifiziert zu nähern.

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