Di, 21. November 2017

Aus Slums gerettet

13.11.2013 13:36

Ex-Streuner „Rupee“ besteigt Mount Evererst

Aus dem Elend der Slums zum höchsten Berg der Welt: Ein in Indien aufgelesener Hundewelpe hat nur wenige Wochen nach seiner Rettung von einer Mülldeponie den sagenumwobenen Mount Everest bestiegen. Seiner neuen Besitzerin Joanne Lefson zufolge ist "Rupee" wohl der erste Hund überhaupt, der das südliche Basiscamp in Nepal in 5.364 Meter Höhe erreicht hat.

Rupee war schon dem Tode nahe. In der indischen Gebirgsstadt Leh hauste er zwischen Müllbergen, ein Teil seines rechten Ohrs fehlte. "Er war völlig abgemagert und sah aus, als habe er seit Tagen nichts mehr gegessen oder getrunken", erzählte Lefson, eine frühere Profi-Golferin. "Ich konnte ihn einfach nicht dem Tod überlassen."

Welpen mit Eiweiß-Diät aufgepäppelt
Lefson adoptierte den elf Monate alten Welpen, päppelte ihn mit einer Eiweiß-Diät auf, bis er sein Körpergewicht verdoppelt hatte - und führte ihn mit Zustimmung eines Tierarztes zum größten Abenteuer seines Lebens: in die eisigen Höhen des Himalaya-Gebirges.

Am 14. Oktober brach das ungleiche Paar im Ort Lukla auf. Es überwand klapprige Brücken und glitschige Bergpfade, wich Schlammlawinen aus und gab sich gegenseitig Halt. "Ich dachte zuerst, ich müsste ihn an manchen Tagen tragen", sagte Lefson, "aber stattdessen ging er voran und zog mich mit."

Klirrende Kälte machte Rupee gar nichts aus
Die klirrende Kälte habe Rupee gar nichts ausgemacht, ganz im Gegenteil. "Er liebte den Schnee, er fraß ihn und tollte darin herum", schilderte die Südafrikanerin ihre gemeinsamen Stunden im Hochgebirge. "Wenn ich ihn gelassen hätte, hätte er auch im Schnee geschlafen."

Nach dem erfolgreichen Aufstieg wurde Rupee zur Belohnung von bärtigen Hindu-Mönchen in Kathmandu geherzt (Bild zwei) und durfte mit Kindern spielen. Inzwischen sind der Hundewelpe und seine Besitzerin in Südafrika. Dort ist es nicht nur deutlich wärmer - Rupee hat auch endlich Zeit, sein Schlafdefizit aufzuholen.

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