Mo, 20. November 2017

Ski-Queen im Talk

11.11.2013 18:43

Schild spürt: „Das war noch nicht alles!“

Sieben WM-Medaillen, darunter Slalom-Gold in Garmisch 2011, dreimal Olympia-Edelmetall, vier kleine Kristallkugeln und 35 Weltcupsiege - Marlies Schild (32) gehört jetzt schon zu den Legenden des alpinen Skisports. Aber genug hat die Slalomkönigin vom Tanz durch die Torstangen noch lange nicht. Am Samstag kehrt sie im finnischen Levi nach der Innenbandverletzung des Vorjahres voller Elan in den Weltcup zurück.

"Krone": Februar 2010, Vancouver – nach Slalom-Silber wolltest du nichts von Sotschi 2014 hören. Dein Argument war Familienplanung. Und jetzt?
Marlies Schild: (lacht) Ja, das stimmt. In Vancouver habe ich das noch anders gesehen. Aber nach der Verletzung fühle ich mich wieder richtig fit. Da kann alles andere noch warten.

"Krone": Das klingt recht angriffslustig...
Schild: Ich habe auch das Gefühl, dass da noch was geht. Ich kann noch einmal richtige Super-Leistungen hinlegen. Und diese Chance möchte ich nützen. Ich habe zwar in meiner Karriere schon einiges erreicht, aber ich weiß: Das war noch nicht alles.

"Krone": Du meinst Olympia?
Schild: Nicht nur. Ich hätte auch weitergemacht, wenn es in diesem Winter keine Spiele gegeben hätte.

"Krone": Im Sommer hast du auf den Übersee-Trip verzichtet. Zufrieden mit der Vorbereitung "dahoam"?
Schild: Sehr. Es ist auch im Sommer sehr schön bei uns. Ich war zudem ganz froh, dass ich nicht so ewig im Flugzeug sitzen musste. Und auch, dass ich nicht einen ganzen Monat weg von zu Hause war. Ein bisschen haushalten muss ich inzwischen mit meinen Kräften auch – die Knie und der Rücken fordern Pausen. Das sind halt die Jahre.

"Krone": Die Skitage in Übersee gehen dir auch nicht ab?
Schild: Nein, ich spür' kein Defizit. Ich fühle mich gut und kann die Sache locker angehen. Im Moment würde mir ohne den Skisport etwas abgehen, mir macht das richtig Spaß. Und wenn ich den nicht mehr hätte, dann würde ich auch nicht mehr im Weltcup sein.

"Krone": In Levi wirst du nicht aus der Topgruppe starten. Das hat's im Weltcup ewig nicht mehr gegeben, oder?
Schild: Stimmt. Seit der WM 2003 in St. Moritz war ich im Weltcup durchgehend in der Topgruppe. Jetzt kommt etwas Neues, aber ich sehe das nicht so eng.

"Krone": Die Rückstufung verdankst du dem Start bei der WM in Schladming. Ärgert's dich im Nachhinein?
Schild: Nein, überhaupt nicht. Ich wollte das in Schladming probieren, und es war auch ganz okay. Ohne dieses Rennen wäre ich in der Weltrangliste nach wie vor Fünfte. Das hätte schon Vorteile. Aber so mühsam ist das auch wieder nicht. Als Top-Fahrerin muss man in jedem zweiten Durchgang mit schlechten Pisten-Verhältnissen klarkommen. Das passt schon so.

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