Do, 23. November 2017

Nach Fällen in Graz

10.11.2013 12:24

Linzer Spital schickte Schlaganfall-Patient heim

Nachdem im Oktober bekannt geworden ist, dass zwei Schlaganfall-Patientinnen am LKH Graz nicht schnell genug aufgenommen wurden, sorgt nun ein ähnlicher Fall in einem Linzer Spital für Aufregung. Ein 78-jähriger Patient wurde nach einem Schlaganfall ins Krankenhaus Barmherzige Schwestern eingeliefert - und gleich wieder heimgeschickt. Ein anderes Spital nahm ihn drei Tage später auf. Die Patientenvertretung des Landes dazu: "Die Verzögerung war medizinisch nicht relevant."

Grundsymptome eines Schlaganfalls sind im Allgemeinen auch für Laien erkennbar - so tritt bei Betroffenen beispielsweise eine einseitige Gesichtslähmung auf.

Nach wenigen Stunden wieder heimgeschickt
Doch als der 78-jährige Friedrich G. aus St. Marien an einem Freitag um 10 Uhr von der Rettung bei den "Linzer Schwestern" eingeliefert wurde, konnte trotz eingeschränkter Sehkraft und Wahrnehmungsfähigkeit des Patienten nichts festgestellt werden: Der Pensionist wurde um 15.30 Uhr wieder heimgeschickt.

Am Montag brachten Angehörige den Mann dann ins Linzer Spital Barmherzige Brüder, wo er schließlich stationär aufgenommen wurde - und man nun bei Untersuchungen den Schlaganfall feststellte. Friedrich G. wurde endlich behandelt und verbrachte zuletzt eine vierwöchige Reha in Bad Hall.

"Verzögerung war medizinisch nicht relevant"
Die Patienten- und Pflegevertretung beim Land Oberösterreich gesteht zwar ein, dass man den Schlaganfall schneller erkennen hätte können, erklärt aber, dass "diese Verzögerung rein medizinisch nicht wirklich relevant" gewesen sei.

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