So, 22. Oktober 2017

Videopremiere

08.11.2013 15:10

Norbert Schneider besingt Buxbaam und Kirschen

Norbert Schneider wurde vom Dialektteufel gepackt. Nachdem der Wiener Sänger/Songwriter sich bislang auf den englischsprachigen Blues konzentrierte, hat er für sein neues Album "Schau ma mal" die Liebe zum Österreichischen gefunden. In seiner neuen Single "Vom Buxbaam und Kirschen" begibt sich der 34-Jährige zurück in seine Kindheit.

Norbert Schneiders Vielschichtigkeit und Kreativität spiegeln sich auch in seinen zahlreichen musikalischen Projekten wider: So gehören die Schweizer Swing- und R&B-Band Blue Flagship, The Voodoo Surfers und die Vienna City Blues Band zu seinen musikalischen Ausflügen. Mit Letzteren begleitete Schneider bereits mit 19 Jahren internationale Blues-, R&B- und Gospelgrößen wie Big Jay McNeely, Louisiana Red, Aaron Burton, Sister Shirley Sydnor und Paul Orta.

Preisverleihung
In den Jahren 2003 bis 2010 stand Schneider gemeinsam mit R&B Caravan auf der Bühne und präsentierte mit beeindruckender Ausstrahlung Klassiker des Rhythm & Blues ebenso wie seine bemerkenswerten Eigenkompositionen. Im März 2009 wurde Norbert Schneider der 1. Vienna Blues Award verliehen.

Es sollten noch etliche Preise, Charterfolge, Alben und eigene Tourneen oder solche im Vorprogramm von internationalen Stars wie P!nk, One Republic und Simply Red folgen, bis Norbert Schneider gewissermaßen bei sich, ganz zu Hause ankam. So spielt nun in seinen Anmerkungen zum neuen Album "Schau ma mal" Österreichs ewiger Popstar Falco eine erstaunlich tragende Rolle, zudem singt Schneider Songs von Georg Danzer ("Ollas Leiwaund"), Horst Chmela ("Wia a Schlafwandler", "Ana hat immer des Bummerl") und Karl Hodina ("Mir hams mein Schrebergarten gnommen").

Gut Ding braucht Weile
"Ich habe mir das jahrelang", sagt Schneider, "ohne es zu probieren, immer sperrig vorgestellt – ein Lied in Deutsch zu singen, geschweige denn es zu schreiben. Vielleicht hatte ich die wortschwangeren Texte, die Anfang der 00er-Jahre so populär waren, immer in den Ohren."

Schneider auf Deutsch, ein seltsames, leicht verstörendes und gerade deshalb wunderbares Gefühl beschleicht den Hörer da, bei solch erstaunlicher Wandlung zum mehr oder weniger mundartlichen Chansonnier. Irgendwie klingt alles, was er da so leicht klagend, aber unbekümmert zu singen beliebt, wie eine Heimkehr zu etwas, das er seine Heimat bisher noch gar nicht nannte.

Norbert Schneider live
Wer die neue Ausrichtung von Norbert Schneider live erleben möchte, kann ihn am 12. und 13. Dezember im Theater am Spittelberg erleben. Karten erhalten Sie unter 01/960 96 999 oder im "Krone"-Ticketshop.

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