Di, 17. Oktober 2017

Vereine überlastet

28.10.2013 08:59

Zahlreiche Kaninchen in Niederösterreich gerettet

Im März dieses Jahres rückte die Kaninchen-Helpline zu einem Notfall-Einsatz im Raum Tulln aus: In einem Seniorenheim war die Kaninchenpopulation außer Kontrolle geraten. Die unkastrierten Tiere hatten sich rasant vermehrt und entkamen noch dazu aus dem ungesicherten Gehege in die nähere Umgebung. Und auch das Tierheim Dechanthof kämpft mit einem völlig überlasteten Kleintierbereich.

Tagelang versuchten die Mitarbeiter der Kaninchen-Helpline, die zahlreichen Kaninchen in der Umgebung des Seniorenwohnheims mit Keschern und gespannten Netzen einzufangen und in Sicherheit zu bringen. Zuvor hatte man zusätzlich ein provisorisches Gehege für diejenigen Tiere errichtet, die von Bürgern "zwischendurch" eingefangen werden konnten.

Rätselhafter Fund im Gehege
"In diesem Gehege fand sich bei einem unkastrierten Rammler ein kleines Babykaninchen, das noch nicht mal die Augen geöffnet hatte", berichtet Vereinsleiterin Birgit Schandl. Wie es genau dorthin gekommen ist, wird wohl ein Rätsel bleiben, denn weder Mama noch Geschwister waren in der Nähe. "Sicher ist nur, dass es noch nicht lange dort gelegen haben kann, da das Baby noch nicht unterkühlt war", so Schandl.

Schwierige Aufzucht erfolgreich
Die Kaninchen-Helpline taufte das Findelkind (großes Bild) "Zwetschki" und päppelte es auf: Das bedeutet eine Fütterung mit Aufzuchtsmilch alle sechs Stunden, bis die Kleine mit etwa vier Wochen auch langsam feste Nahrung zu sich nehmen konnte. "Obwohl solche Fälle äußerst schwierig sind, ist uns Zwetschkis Aufzucht ohne Mama gelungen", so Schandl erfreut. Die kleine Häsin lebt heute in einer Gruppe mit anderen Jungtiere.

Dechanthof: 19 Kaninchen aus Abnahme
Auch das Team vom Tierheim Dechanthof hat derzeit jede Menge Kleintiere zu versorgen. Am 23. Oktober kam es zur behördlichen Abnahme von 19 Zwergkaninchen durch die zuständige Amtstierärztin im Bezirk Gänserndorf. "Dabei war unser Kleintierbereich schon davor vollkommen überlastet", erzählt Mitarbeiterin Gaby Bachmayer. Sieben Häsinnen, sieben Rammler und sieben ihrer Nachkommen mussten im Eiltempo vermittelt werden.

Baldige Vermittlung geplant
Da der Vorbesitzer es verabsäumte, die weiblichen Tieren rechtzeitig kastrieren zu lassen, sind einige derzeit vermutlich trächtig. Die Rammler wurden vom Dechanthof allesamt kastriert. Ein toller Erdfolg: Alle Tiere konnten bereits an kundige Halter vermittelt werden. Gaby Bachmayer: "Wir geben keine Tiere in Einzel- oder reine Käfighaltung ab. Und wir freuen uns über jede Hilfe - benötigt werden getreidefreies Trockenfutter und Grünfutter für die Zwergkaninchen."

Wer die Kaninchen-Helpline unterstützen möchte, findet hier nähere Informationen. Für die Kleintiere vom Dechanthof rufen Sie bitte Tel.: 02573/28 43.

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