Di, 17. Oktober 2017

"Krone"-Interview

25.10.2013 16:50

Ford über Kids, „Wetten, dass..?“ und Dusch-Gesang

Harrison Ford war und ist vor allem eines: ein Star, der die Leute ins Kino bringt. Seine Filme sind zu 90 Prozent Megahits. Als guter Verkäufer seiner Produkte weiß er, wie wichtig Promotion ist. Dafür reist er schon mal um die Welt. Aber "Wetten, dass..?" Ford die gleichnamige deutsche TV-Show nie wieder mit seiner Anwesenheit beehren wird? Der Hollywoodstar im "Krone"-Talk über die "Wetten, dass..?"-Nachwehen und seinen neuen Blockbuster im Kino.

Der Star von "Ender's Game" legte keinen gesteigerten Wert darauf, wiederholt als "Indiana Jones" angesprochen zu werden, noch fand er den Brachial-Humor des Moderators besonders lustig. Doch was tut man nicht alles für einen Filmerfolg. Und das eigene Bankkonto…

"Krone": Wonach suchen Sie sich Ihre Filme aus?
Ford: Das Material ist wichtig, und ob es eine Rolle ist, die ich in dieser Art noch nicht gespielt habe. Und natürlich, ob es viele Leute interessiert. In diesem Fall ist das Buch seit Monaten in den Bestsellerlisten, also wusste ich, dass es da ein eingebautes Publikum gab.

"Krone": Der kommerzielle Aspekt ist Ihnen also wichtig?
Ford: Na wollen Sie nicht, dass Ihre Artikel gelesen werden? Sie schreiben ja auch nicht für sich selbst.

"Krone": Wie sehen Sie die heutige Jugend? Sehen Sie sie als involviert, so wie man das Ihrer Generation nachsagt?
Ford: Ich habe einen zwölfjährigen Sohn, daher ist mir das Thema sehr nahe. Die Welt hat sich sehr verändert seit den 70ern, aber die Probleme, die junge Menschen haben, sind dieselben geblieben. Ich finde die heutige Jugend sehr involviert, was Bildung betrifft, mein Sohn und seine Freunde sind sehr belesen für Zwölfjährige, viel weiter, als ich war oder meine älteren Kinder. Die sind alle ziemlich gebildet. Sie machen sich Gedanken über Gesellschaftsmoral, über Armut, das Militär und was ihre Regierungen machen.

"Krone": Sind Sie streng?
Ford: Nein, ich bin nicht streng, nur direkt. Streng impliziert, dass es strikte Regeln gibt. Direktheit ist sehr locker, sie kommt aus dem Moment heraus.

"Krone": Haben Sie starke Erinnerungen an Ihre Kindheit und Jugend?
Ford: Ich war in den 60er-Jahren jung. Aber Sie wissen ja, was man über die Sixties sagt: Wenn man sich an sie erinnern kann, hat man sie nicht erlebt.

"Krone": Sind Sie in das neue "Star Wars"-Projekt involviert?
Ford: Ich weiß nichts darüber. Ich habe dazu keine Meinung. Wenn es gut ist, dann wird es großartig. Und mit den Leuten, die dahinterstehen, habe ich keinen Zweifel, dass es ein Erfolg wird.

"Krone": Sie hatten immer wieder Begegnungen mit Musikern – von den Doors, denen Sie in Ihrem ersten Job als Tischler eine Garage, und Sergio Mendes, für den Sie ein Studio gebaut haben, und die Tatsache, dass Sie mit Al Jarreau aufs College gingen. Hatten Sie je selbst musikalische Ambitionen?
Ford: Nein, ich habe nie ein Instrument gelernt. Ich bewundere all diese Musiker. Ich hätte gern dieses Talent. Aber ich kann auch nicht singen.

"Krone": Nicht mal in der Dusche?
Ford: Jeder kann in der Dusche singen.

"Krone": Vor einigen Wochen hatte ich das Unglück, Sie in "Wetten, dass..?" leiden zu sehen. War es so schmerzhaft, wie es ausgesehen hat?
Ford: Das Problem ist, es geht hier um Promotion. Viele Leute arbeiten an einem Film, aber nur sehr wenige können ihn wirklich promoten. Und Promotion ist eine meiner Aufgaben. Ob ich nun verstehe, warum "Wetten, dass..?" so populär ist oder nicht.

"Krone": In den Medien und Social Media haben die dummen Fragen von Moderator Lanz am nächsten Tag einen regelrechten Shitstorm ausgelöst. Viele Zuschauer haben sich vor Peinlichkeit gewunden.
Ford: Na dann wissen Sie ja, wie ich mich gefühlt habe!

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