Mo, 20. November 2017

Comeback vertagt

22.10.2013 16:57

Vonn lässt Sölden aus und fährt wieder heim

Lindsey Vonn wird ihr Comeback im Weltcup wohl erst bei den Übersee-Rennen im November geben. Die US-Amerikanerin, die sich derzeit in Tirol aufhält, kehrt noch vor dem ersten Saisonrennen am Samstag in Sölden zurück in ihre Heimat, um dort in aller Ruhe zu trainieren.

Montagabend, 20.51 Uhr – rund 110 Stunden vor dem Weltcupstart der Damen: Vonn stellt ein Facebook-Video über ihr Training in Sölden ins Netz. Dabei sieht man, wie sie unsanft im Schnee landet. "Mein Skifahren wird jeden Tag besser, aber hin und wieder stürze ich", schreibt die 29-Jährige über die Bilder ihres ersten Sturzes seit dem bösen Crash am 5. Februar bei der WM in Schladming, bei dem sie sich das rechte Knie schwer verletzte. Nachsatz auf Facebook: "Macht euch keine Sorgen, ich bin aufgestanden und habe weitertrainiert."

Dienstag früh – weniger als 100 Stunden vor dem ersten Rennen. Auch diesen herrlichen Herbsttag nutzte Lindsey – wie fast der gesamte Skizirkus – für ein weiteres Training auf dem Gletscher in Sölden. Aber während bei der Konkurrenz die Spannung steigt, lässt sie bei Vonn schon wieder nach. Einem Bekannten gegenüber lässt die Amerikanerin fallen: "Ein Tag noch – dann fahr ich nach Hause."

Comeback lässt noch auf sich warten
Eine Aussage, die sich in Windeseile auf dem Gletscher verbreitete. Die Ski-Welt hatte gespannt das Comeback ihrer Königin erwartet, die seit der Bekanntgabe ihrer Liaison mit Golf-Star Tiger Woods weltweit mediale Aufmerksamkeit genießt. Die Touristiker hatten sich angesichts der Werbewirksamkeit eines Starts in Sölden schon die Hände gerieben. Offiziell bestätigen wollte die US-Teamführung die Sölden-Absage von Vonn Dienstagmittag noch nicht.

Auch Damenchef Alex Hödlmoser winkte ab: "Dazu sage ich nichts." Hintergrund: Der Ski-Star wird von einem eigenen Management unterstützt, das in Sachen News die Zügel streng in Händen hält.
Unlogisch ist der Verzicht auf das Gletscherrennen freilich nicht: Weil Vonn das Slalomrennen im finnischen Levi Mitte November ganz sicher auslassen wird, kann sich die 29-Jährige nun einen weiteren vollen Monat auf die WM-Generalprobe im heimatlichen Beaver Creek vorbereiten.

Und auf die Speedrennen in Lake Louise, wo sie ja ein echtes Abonnement auf den Erfolg (14 Weltcupsiege) hat. Lindsey hat auch nie einen Zweifel darüber gelassen, dass der Gletscherstart für sie nur zweitrangig ist. Obwohl sie dort vor zwei Jahren ihren ersten Riesentorlauf gewonnen hat. Vonn hat nämlich in diesem Winter vor allem eines im Visier: die Olympischen Spiele in Sotschi – und darauf ist ihr Vorbereitungsprogramm abgestimmt.

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