Sa, 18. November 2017

Bode ist wieder da

22.10.2013 13:35

Ski-Oldie Miller will es noch einmal wissen

Bode Miller ist wieder da. 18 Monate hat der Exzentriker aus den USA pausiert, währenddessen geheiratet und sich dem Leben abseits des Skirennsports gewidmet. Mit 36 Jahren kehrt er am Sonntag in Sölden zurück - und der vierfache Weltmeister und Superkombi-Olympiasieger 2010 möchte nichts anbrennen lassen. Deutlich abgeschlankt und voller Tatendrang will es Miller noch einmal wissen.

Der Riesentorlauf am 18. Februar 2012 in Bansko war Millers letzter Auftritt auf der großen Weltcupbühne. Knieprobleme waren danach Auslöser einer strategischen Entscheidung für eine lange Pause, in der sich der mittlerweile in Kalifornien lebende Vater einer Tochter einer Operation am linken Knie unterzog, heiratete, sich im Galopprennsport engagierte und mit seiner Turtle-Ridge-Foundation beschäftigt war.

Und bisweilen dennoch Schlagzeilen fabrizierte. Die kurioseste war das Posting von Millers frisch gebackener Ehefrau Morgan, nachdem er dieser einen Golfball ins Gesicht gedonnert hatte. Die Profi-Volleyballerin ist noch immer an Millers Seite und wird auch in Sölden die Daumen drücken.

Miller will mit zwölf Kilo weniger zu Olympia-Gold
Nicht dabei war Morgan beim Sommer-Schneetraining in Südamerika, wo sich der zweifache Weltcupgesamtsieger laut verlässlichen Augenzeugen hochseriös vorbereitetet und um jede Bar einen weiten Bogen gemacht hat. Zwölf Kilo hat der Mann mit dem riskanten Fahrstil abgenommen und präsentiert sich in Sölden fit wie schon lange nicht. Unbescheiden wie eh und je hat er den Gesamtweltcup sowie Olympiagold als Saisonziele ausgerufen.

Ein Ziel der langen Pause Millers war, so gesund und fit wie möglich zu den Winterspielen in Sotschi 2014 zu kommen. Dort notiert Miller seine fünfte Olympia-Teilnahme und die Medaillenjagd im kommenden Februar steht beim ihm ganz hoch im Kurs. Das war nicht immer so. Turin 2006 absolvierte Bode bekanntlich im Stile eines Betriebsausfluges und dementsprechend erfolglos.

Die Winterspiele in Russland stehen nun aber auch beim Sieger von 33 Weltcuprennen ganz oben auf der Agenda. "Ich weiß, dass es meine letzten sein werden. Ich wollte und kann meine Karriere auf höchstem Level beenden, das war immer mein Ziel", erklärte Miller.

Kampfansage für Auftakt in Sölden
Der zweistellige Gewichtsverlust dient als Beweis für Millers neu entfachtes Feuer. "100 Kilo waren einfach zu viel. Jetzt fühle ich mich athletischer und dynamischer. Ich habe vielleicht etwas weniger Kraft als früher, aber dafür viel mehr Ausdauer. Und mein Knie ist so stark wie seit der Verletzung 2001 nicht mehr", gab sich der 36-Jährige schon für Sölden zuversichtlich. "Ich habe hier schon gewonnen und weiß, wie dieser Hang zu fahren ist."

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