Di, 12. Dezember 2017

Problem-Update

21.10.2013 10:11

Microsoft zieht Windows 8.1 für ARM-Tablets zurück

Kurz nachdem Microsoft mit der Auslieferung seines ersten großen Updates für Windows 8 begonnen hat, hat der US-Softwareriese bei der Variante für Tablets mit ARM-Prozessoren auch schon wieder die Notbremse gezogen. Das Update auf Windows 8.1 für Geräte mit Windows RT wird bis auf Weiteres nicht mehr über den Windows Store verteilt. Der Grund: Das Update hat bei einigen Nutzern die Geräte unbrauchbar gemacht.

In Microsofts Stellungnahme ist von einer "begrenzten Zahl von Nutzern" die Rede, die beim Update auf Windows RT 8.1 Probleme gemeldet hätten. Weil Microsoft nach Bekanntwerden der Update-Probleme gleich das ganze Update zurückgezogen und die weitere Auslieferung gestoppt hat, ist aber davon auszugehen, dass die Zahl der Betroffenen nicht allzu gering sein dürfte.

Update beschädigt offenbar Boot-Dateien
Microsoft selbst hat sich nicht ins Detail zu den aufgetretenen Problemen geäußert. Wie jedoch das IT-Portal "The Verge" berichtet, scheint das Problem-Update die Rechner unbrauchbar zu machen, indem es Boot-Dateien beschädigt.

Die so beeinträchtigten Geräte fahren nicht mehr hoch und können nur mit einem Wiederherstellungs-Stick repariert werden, heißt es. Wann Microsoft wieder grünes Licht für das 8.1-Update auf Windows RT geben wird, ist noch unklar. Der Softwarekonzern hat lediglich angekündigt, die Updates anzubieten, "wenn sie verfügbar werden".

Wenige Betroffene, großer Imageschaden
Für Microsoft ist die Panne zwar bitter. Weil die Zahl der Nutzer eines Windows-RT-Tablets überschaubar ist, hätte es aber auch deutlich schlimmer kommen können – etwa, wenn nicht der ARM-Ableger, sondern das "echte" Windows 8.1, betroffen gewesen wäre.

Andererseits handelt es sich bei jenen Nutzern, die ein Windows-RT-Gerät ihr Eigen nennen, häufig um Nutzer eines Surface-Tablets aus dem Hause Microsoft. Generell ist die Hardware-Vielfalt im Bereich der Windows-RT-Tablets nicht besonders üppig, Aktualisierungen sollten also eigentlich deutlich problemloser vonstattengehen als bei normalen PCs mit ihren zahlreichen verschiedenen Varianten. So gesehen ist der Imageschaden durch das Problem-Update nicht zu unterschätzen.

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