Mo, 23. Oktober 2017

Wut in Steiermark

21.10.2013 08:50

Tierheime in Not: „Wir werden im Stich gelassen“

Viele steirische Tierheime sind von der Insolvenz bedroht. Das Tierheim Franziskus ist eines davon: Trotz großzügiger Spenden nimmt die Einrichtung einen Schuldenberg von 60.000 Euro mit ins nächste Jahr. KP-Klubobfrau Claudia Klimt-Weithaler hat nun eine Anfrage an Landesrat Gerhard Kurzmann gestellt.

Nina Mocnik, die Leiterin des Tierheims, ist verzweifelt: "Wir fühlen uns im Stich gelassen." 2012 hat es zur Neueröffnung des Tierheims noch eine Sonderförderung vom Land gegeben, dieses Jahr wurden die finanziellen Mittel gleich um 40 Prozent gekürzt. 25.000 Euro kamen aus den vielen Spendenaufrufen zusammen, jetzt fehlen noch 60.000 Euro, um den Schuldenberg zu begleichen.

"Es muss nur gerecht aufgeteilt werden"
"Ohne die Spenden und die Großzügigkeit des Tierarztes und der GKK, die sich auf eine Stundung einlassen, würde es uns schon nicht mehr geben", sagt Mocnik. Auch die Tierheime in Trieben, Kapfenberg und Leibnitz stehen kurz vor der Schließung. "Es ist genug Geld da, es muss nur gerecht aufgeteilt werden", fordert Mocnik. "Derzeit bekommen Heime in Graz doppelt so viel Förderung wie wir."

Tierheime suchen Gespräch mit der Politik
Auch die erneute Evaluierung der Einrichtungen, die 50.000 Euro kosten soll, sorgt für viel Wirbel. KP-Klubobfrau Claudia Klimt-Weithaler hat eine Anfrage an Landesrat Gerhard Kurzmann gestellt, in der sie ihn um Antworten bittet. "Denn alles was wir wollen, ist auch einmal gefragt zu werden", sagt Mocnik. Sie wünscht sich einen "runden Tisch" mit Politikern und den Tierheimbesitzern.

Hier könnte auch über die Definition eines "herrenlosen Tieres" diskutiert werden. Das Land ist nur für diese zuständig. Ein Hund, der abgegeben wird, weil der Besitzer schwer krank ist, fällt nicht darunter. Das heißt auch: kein Geld für den Vierbeiner!

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