Mi, 22. November 2017

Für Syrien-Mission

17.10.2013 11:42

Österreich bietet fünf C-Waffen-Experten an

Nachdem Außenminister Michael Spindelegger am Dienstag die grundsätzliche Bereitschaft Österreichs zur Entsendung von Chemiewaffen-Experten nach Syrien bekräftigt hatte, ist am Donnerstag ein konkretes Angebot an die UNO präsentiert worden. Demnach sollen fünf Experten die von der UNO und der Organisation für ein Verbot von Chemiewaffen (OPCW) durchgeführte Mission im Bürgerkriegsland personell unterstützen.

Die Fachkräfte der ABC-Einheit des Bundesheeres könnten ab nächstem Jahr zu mehreren, jeweils vier bis sechs Wochen dauernden Einsätzen in Syrien geschickt werden, sagte Verteidigungsministeriumssprecher Andreas Strobl. Man schöpfe aus einem Pool von rund 20 Fachkräften, die für den Einsatz infrage kommen. Die Regierung will auch weitere Ressourcen für die Mission zur Verfügung stellen, etwa ein C-130 Hercules-Transportflugzeug des Bundesheers.

Ausbildungsangebot an die OPCW
Österreich kann sich aber auch vorstellen, Experten für die Mission auszubilden. Ein entsprechendes Angebot wurde der OPCW unterbreitet. Darüber hinaus wird auch die vorübergehende Entsendung eines Militärberaters in das Hauptquartier der Organisation nach Den Haag überlegt, um bei der Koordinierung des Einsatzes im Bürgerkriegsland zu helfen.

Regierung: Bisher zehn Industriestaaten für Mission bereit
UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hatte die Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen um die Entsendung von Fachkräften für die bis Juni 2014 laufenden Mission von UNO und OPCW zur Vernichtung der syrischen Chemiewaffen gebeten. Nach Informationen der Regierung in Wien haben bisher zehn Industriestaaten mit dem nötigen Know-how ihre Hilfe angeboten, darunter auch das für seine C-Waffen-Expertise bekannte Kanada.

Lokale Waffenstillstände unerlässlich für Mission
Bei dem nun eingebrachten Angebot für eine Beteiligung an der C-Waffen-Vernichtung müsse die Sicherheit der österreichischen Experten gewährleistet sein, hieß es aus dem Verteidigungsministerium. So müsse es lokale Waffenstillstände geben, um den internationalen Fachkräften Zugang zu den Waffendepots der syrischen Regierung zu geben.

Friedenskonferenz Ende November geplant
Im Rahmen einer neuen Friedenskonferenz in Genf sollen unter anderem auch sichere Arbeitsbedingungen für die C-Waffen-Mission in Syrien ausgearbeitet werden. Die Gespräche sollen laut Angaben aus Damaskus am 23. und 24. November stattfinden. Dies sei jedoch ein vorläufiges Datum, sagte der syrische Vize-Ministerpräsident Qadri Jamil am Donnerstag nach Gesprächen in Moskau. Die Chance, dass es zum internationalen Treffen kommt, sei aber so groß wie nie zuvor.

Die Konferenz war bereits vor Monaten von Russland als Partner des syrischen Regimes und den USA als Unterstützer der Rebellen vereinbart worden. Bisher verhinderten aber Unstimmigkeiten über Teilnehmer und Form einen konkreten Termin.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden