Fr, 24. November 2017

Tierquäler angeklagt

11.10.2013 08:54

Erster Welpenhändler-Prozess in der EU vertagt

Der erste Prozess gegen einen illegalen Welpenhändler in der EU wurde am Donnerstag vom Gericht in Luxemburg vertagt: Der Angeklagte blieb der Verhandlung fern, der von ihm beauftragte Rechtsanwalt hatte kein Mandat. Obwohl der Welpenhändler auch wegen Tierquälerei angeklagt war, steht er nur wegen unerlaubtem Handels vor Gericht.

Tierschützer appellieren eindringlich an das Gericht, das Leiden der Welpen nicht unter den Teppich zu kehren. Aktivisten der Tierschutzorganisation "Vier Pfoten" zeigten in der Luxemburger Innenstadt mit einer Justitia-Statue symbolisch, dass das Leben von Welpen mehr wiegen muss als der Profit.

Prozess "nur" wegen fehlender Lizenz
"Dass der Welpenhändler nur wegen der fehlenden Handelslizenz vor Gericht steht, zeigt, dass es hier rein um den Profit geht. Der Welpenhändler sollte dringend auch wegen Tierquälerei verurteilt werden, schließlich ist er für das Leiden und den Tod zahlreicher Welpen verantwortlich", fordert Kampagnenleiterin Martina Stephany von den "Vier Pfoten".

Jahrelanger Welpenschmuggel
Die Geschichte des Hundehändlers, der heute vor Gericht stand, erinnert an einen TV-Krimi: Obwohl er bereits 2008 wegen Dokumentenfälschung und unerlaubter Ausübung des Tierarztberufes gerichtlich verurteilt und ihm die Handelsermächtigung entzogen wurde, machte er einfach weiter. Jahrelang schmuggelte der angeklagte Hundehändler viel zu junge und kranke Welpen von Tschechien nach Luxemburg und verkaufte die Tiere mit gefälschten Papieren.

Viele Hunde mussten sterben
Viele der Hunde waren todkrank, andere starben trotz intensiver ärztlicher Behandlung. "Ganz offensichtlich ist der Welpenhändler sich der Ernsthaftigkeit seines Vergehens aber überhaupt nicht bewusst, sonst wäre er heute vor Gericht erschienen", so Stephany.

Weitere Informationen zum Thema finden Sie hier.

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