Di, 17. Oktober 2017

"Null Vorteil"

03.10.2013 10:35

Qualcomm: 64 Bit im iPhone nur „Marketing-Schmäh“

Als "wegweisend" bezeichnet Apple die 64-Bit-Architektur des neuen A7-Prozessors im iPhone 5S: "Wir haben uns dafür entschieden, weil wir den Menschen Leistung auf Computerniveau in die Hand geben wollten", schreibt der kalifornische Konzern auf seiner Website. Anand Chandrasekher, einst bei Intel für die mobile Chip-Sparte verantwortlich und nun Marketing-Chef des Chipherstellers Qualcomm, sieht das anders. In einem Interview mit "TechWorld" bezeichnete er die Umstellung der iPhone-Hardware auf 64 Bit als "Marketing-Schmäh" ohne jeglichen Vorteil für den Konsumenten.

Der Nutzen einer 64-Bit-Architektur liege hauptsächlich darin, mehr als vier Gigabyte Arbeitsspeicher adressieren zu können, erläuterte Chandrasekher gegenüber "TechWorld". Angesichts der Tatsache, dass das neue iPhone 5S jedoch nur ein Gigabyte Arbeitsspeicher habe, sei dies "nicht relevant".

Auch für zusätzliche Performance seien die 64 Bit "nicht wirklich" vonnöten. Die einzigen Anwendungen, die unmittelbar von einer 64-Bit-Architektur profitierten, fänden vor allem in großen Server-Umgebungen Verwendung, so Chandrasekher.

Der Qualcomm-Marketingchef räumt allerdings ein, dass auch sein Unternehmen an einem mobilen Prozessor mit 64-Bit-Architektur arbeitet. Als Gründe dafür führt er jedoch geringere Herstellungskosten, bessere Chip-Designs und Vorteile für die Entwickler an.

Die Nachfrage nach 64-Bit-Chips würden jedenfalls weder Konsumenten noch die Hersteller von Smartphones und Tablets vorantreiben.

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